Mittwoch, 12. Oktober 2005

Skandal bei ÖVP-Kandidatin Ursula Stenzel?
SP, Grüne & FP orten "Garagenplatzaffäre"

  • Parkplatz in Volksgarage ohne jahrelange Wartezeit
  • EU-Abgeordnete der ÖVP zahlt nur 75 Euro im Monat

Aufregung im Wiener Wahlkampf verursacht ein angeblich günstiger Garagenplatz für die EU-Abgeordnete der ÖVP und Kandidatin für den ersten Bezirk, Ursula Stenzel. Stenzel soll in der "Volksgarage" an der üblichen Warteliste mit zehn bis 15 Jahren vorbei rasch einen Parkplatz für ihr Auto um 75 Euro monatlich erhalten haben. SPÖ, Grüne und FPÖ übten Kritik und fordern Aufklärung der "Garagenplatzaffäre".

Dies berichtet der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe. Der Wiener SP-Landesparteisekretär Harry Kopietz verlangte eine "entsprechende Klarstellung. Der Frau Europaabgeordenten sind solche Handlungen eigentlich nicht zuzutrauen". Stenzel müsse jedenfalls die Fakten "Schwarz auf Weiß auf den Tisch legen".

FPÖ-Landesparteisekretär Harald Vilimsky wiederum will Aufklärung über die Förderung von "supergünstigen Innenstadtparkplätzen, die von der Gemeinde mit 21.800 Euro gefördert" würden. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dass die "ÖVP Druck auf einen Garagenbetreiber ausgeübt hat, um Stenzel auf Kosten der Anrainer einen Volksgaragen-Platz zu ermöglichen, wäre es gut, wenn sie ihre Kandidatur rasch zurückzieht".

Der Grüne Kandidat für die Bezirksvorstehung, Ronald Schmutzer, bezeichnete Stenzel als "rücktrittsreif, bevor sie überhaupt erst einmal zur Wahl angetreten ist". Es sei nun auch klar, warum sich Stenzel "so intensiv für den Bau von neuen Garagenplätzen einsetzt, damit die ÖVP-Funktionäre in Zukunft zu günstigen Parkplätzen kommen".
(apa/red)

12.10.2005 19:54