Zwei Minus nach elf Plus seit 1999: Grüner Erfolgsrun bei letzten LT-Wahlen gestoppt
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Auch wenn sie bei den beiden letzten Landtagswahlen nicht positiv abgeschnitten haben: Die Jahre davor waren für die Grünen sehr erfolgreich. Bei den neun Landtagswahlen von 2000 bis 2004 konnten sie ihre Wählerschaft um 50 Prozent vergrößern. Und die Zahl ihrer Nationalratswähler hat sich zwischen 1995 und der letzten Wahl 2002 verdoppelt. Nach der langen Serie von elf Plus bescherte ihnen die Steiermark-Wahl am 2. Oktober das erste Minus seit 1999. Und auch im Burgenland am 9. Oktober verloren sie - allerdings geringfügig.
Zuletzt verloren hatten die Grünen im September 1999 bei der Landtagswahl in Vorarlberg. Aber schon bei der Nationalratswahl zwei Wochen später hatten sie einen Wählerzuwachs von fast 50 Prozent. Es folgte eine Serie von neun Wahlerfolgen bei den Landtagswahlen. Im Burgenland schafften sie 2000, in Kärnten 2004 erstmals den Einzug in den Landtag, so dass sie 20 Jahre nach den ersten Grün-Kandidaturen erstmals in allen Landtagen vertreten waren.
In Tirol mit bestem Landtagsergebnis
Die Tirol-Wahl 2003 brachte ihnen ihr bisher bestes Landtagsergebnis (15,59 Prozent) österreichweit. Auch in Wien 2001 und in Vorarlberg 2004 - und ebenso bei der EU-Wahl 2004 - kamen sie über zehn Prozent. In Oberösterreich gibt es seit der Wahl 2003 sogar die erste schwarz-grüne Regierung Österreichs. Landesräte stellen die Grünen derzeit in Oberösterreich und einen nicht-amtsführenden in Wien.
Ihr Ziel, drittstärkste Partei zu werden, konnten die Grünen allerdings erst in drei Landtagen verwirklichen: In Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol schafften sie es 2003, die FPÖ zu überholen. Bei der Nationalratswahl 2002 hatten sie diese Ziel noch um rund 26.000 Stimmen verpasst. Nach 2003 gelang ihnen kein dritter Platz mehr: Weder bei den Landeswahlen in Kärnten, Salzburg und Vorarlberg 2004 noch bei der EU-Wahl 2004. Bei der EU-Wahl war es allerdings nicht die FPÖ, sondern der Unabhängige Hans-Peter Martin, der die Grünen überflügelte.
In Steiermark vor FPÖ aber mit Verlusten
Auch bei der Steiermark-Wahl am 2. Oktober 2005 überholten die Grünen zwar die FPÖ, mussten sich aber hinter der KPÖ mit dem vierten Platz zufrieden geben. Im Burgenland vergangenen Sonntag hatte die FPÖ rund 1.000 Stimmen mehr. Diese beiden Wahlen bremsten den Aufstieg der Grünen. Bei der Steiermark-Wahl verloren sie zwölf Prozent ihrer Wähler. Im Burgenland zwar nur 14 Wähler - aber das brachte auch ein Minus im Stimmenanteil von 0,28 Prozentpunkten. Mit 5,21 Prozent schafften sie dort aber die Vier-Prozent-Hürde für den Verbleib im Landtag klar - und in der Steiermark konnten sie ihr Grundmandat im Wahlkreis 1 Graz und Umgebung halten.
(apa/red)
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