Vogelgrippe errreicht Europa: Ministerin Rauch-Kallat versucht jetzt zu beruhigen!
- "Krisenplan für Seuche wurde im August überarbeitet"
- Koch-Institut: "Wir müssen keine Angst haben"
·Die Angst vor der Vogelgrippe steigt!
ABSTIMMEN: Sorgen Sie mit Medikamenten vor?
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Gesundheitsministerium: Expertengremium tagte
·Für Türkei-Urlauber besteht keine Gefahr
Ansteckung bei direktem Kontakt mit Geflügel
·Die Angst vor der Vogelgrippe steigt!
2005: Roche will Tamiflu-Produktion verdoppeln!
·Vogelgrippe: Noch kein Handlungsbedarf
Pröll/Rauch-Kallat sehen derzeit keine Bedrohung
·Die Ausbreitung der Vogelgrippe seit 1878
Erstmals in Italien als Tierkrankheit beschrieben
·Influenza-Pandemie ist nicht abwendbar
Österreich an der Spitze der Vorbereitungen dafür
·Vorkehrungen gegen Influenza-Pandemie
Plan enthällt Maßnahmen im möglichen Krisenfall
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) versucht in Sachen Vogelgrippe zu beruhigen. Sie sehe "keinen akuten Handlungsbedarf", sagte die Ministerin am Donnerstagabend in der "ZiB 2", der Krisenplan für die Tierseuche sei bereits im August überarbeitet worden. Kritik wegen angeblich mangelnder Einlagerung des Medikaments "Tamiflu" Impfstoff wies Rauch-Kallat zurück.
"Wir warten nicht zu", sagte die Ministerin. Bei den Verhandlungen mit den Pharmafirmen sei man "im Plan". Vorgesehen sei, einen Vorrat für 20 Prozent der Bevölkerung anzulegen.
Keinen Rat abgeben wollte die Ministerin zur Frage, ob sie eine private Bevorratung von Tamiflu empfehle. Raten könnten nur Ärzte, sagte sie. Auf jeden Fall zu empfehlen seien aber eine Impfung gegen die "normale" Grippe und ein Vorrat an antiviralen Grippemitteln.
Robert-Koch-Institut warnt vor Panik wegen Vogelgrippe
Nach den ersten Vogelgrippe-Fällen an den Grenzen Europas hat das deutsche Robert-Koch-Institut davor gewarnt, die Gefahr zu dramatisieren. "Wir müssen keine Angst haben", sagte Instituts-Präsident Reinhard Kurth am Donnerstagabend im ARD-Fernsehen. Zwar steige die Gefahr, dass das Virus H5N1 zu einem für den Menschen gefährlicheren Virus mutiere, je weiter es sich ausbreite. Aber derzeit handle es sich noch um eine Tierkrankheit. "Und deshalb sollten wir relativ gelassen bleiben, was natürlich überhaupt nichts mit Nachlässigkeit zu tun hat."
Falls sich das Virus so verändere, dass die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen werden könne, werde man für die erste Pandemiewelle keinen Impfstoff haben. Man müsse aber alles tun, um auf die zweite und dritte Welle vorbereitet zu sein. Kurth riet in diesem Zusammenhang auch dazu, vorbeugend weltweit zu einem Impfen von Geflügel überzugehen.
Zuvor hatte sich bestätigt, dass die für den Menschen lebensgefährliche Variante der Vogelgrippe die Grenzen Europas erreicht hat. Der Virus-Stamm H5N1 wurde in der Türkei isoliert. Bei den in Rumänien gefundenen Vogelgrippe-Erregern war noch unklar, ob es sich um die gleiche Variante handelt. Tests eines britischen Labors sollten bis Freitag Klarheit bringen.
In Asien sind seit 2003 mehr als 60 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. (apa/red)
