Westerwelle mit hefitger Kritik an Merkel:
"Hat Ziel eines Politikwechsels aufgegeben"
- Noch vor eigentlichen Koalitionsverhandlungen
- FDP-Chef sieht Liberale als "glasklare Opposition"
·Müntefering nicht in SPD, aber im Kabinett
Meinung posten: Rettet das die große Koalition?
FDP-Chef Guido Westerwelle wirft der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel vor, für das Kanzleramt wesentliche programmatische Inhalte geopfert zu haben. Die Union habe "schon vor Eintritt der eigentlichen Koalitionsverhandlungen als Preis für das Kanzleramt das Ziel eines echten Politikwechsels aufgegeben", sagte Westerwelle
Seine Partei werde im Bundestag als "glasklare Opposition" auftreten. Eine Unterstützung bestimmter Vorhaben einer großen Koalition schloss er allerdings nicht aus.
"Jeder Weg, der in Richtung marktwirtschaftliche Erneuerung, weniger Steuern und weniger Bürokratie führt, wird von uns konstruktiv unterstützt", sagte Westerwelle. Er rechne aber nicht mit einer großen Koalition über die volle Legislaturperiode: "Gut möglich, dass sie schon in zwei Jahren platzt." Sowohl Union als auch SPD arbeiteten bereits an "Alternativstrategien", sagte der FDP-Chef. (apa)
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