Beänstigende Nachwehen von "Katrina": 200 gefährliche Straftäter verschwunden
- Einige von ihnen extrem gefährliche Sexualstraftäter
- 600.000 Hurrikan-Flüchtlinge in Hotels untergebracht
·Hurrikan "Katrina" forderte 1.121 Opfer
Rettungskräfte suchen nach Eingeschlossenen
·Die BILDER: "Katrina" verwüstete die USA
Immense Zerstörungen, katastrophale Zustände
·USA: Millionen von Bürgern obdachlos!
Großteil der Leichen sind noch nicht identifiziert
·Aus New Orleans soll 2. Las Vegas werden
Glückspiel soll Geld in leere Kassen bringen
·Kündigungswelle bei der Stadt New Orleans
Keine Einnahmen nach Hurrikan: 3.000 ohne Job
·Katrina: Suche nach
Opfern eingestellt
Hurrikan-Schaden auf 600 Mio. Dollar geschätzt
US-Marshals suchen landesweit nach Hunderten verurteilten Sexualstraftätern, die seit dem Hurrikan "Katrina" verschwunden sind. Etwa 100 von ihnen könnten eine besondere Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen, berichtete die Zeitung "USA Today" am Donnerstag. Der Marshal Service, eine Bundespolizei, habe sein Personal in den Katastrophenstaaten Louisiana und Mississippi aufgestockt, um nach den Geflüchteten zu suchen.
Dem Bericht zufolge waren rund 1.300 Sexualstraftäter nach Verbüßung ihrer Strafen im Raum New Orleans und etwa 3.500 in Mississippi registriert, wie es die Gesetze vorschreiben. Im Fall von Hunderten sei der gegenwärtige Aufenthaltsort nicht bekannt. Knapp 200 der Verschwundenen seien als möglicherweise besonders gefährlich eingestuft worden, und auf sie habe sich die Fahndung konzentriert, hieß es weiter. Etwa die Hälfte der Personen aus dieser Gruppe sei aufgespürt worden - in manchen Fällen weit entfernt von ihren Wohnorten, beispielsweise in Connecticut im Nordosten der USA.
Der Zeitung zufolge ist es unklar, was mit den gefundenen Sexualstraftätern geschieht. Normalerweise werden Registrierte gerichtlich belangt, wenn sie sich ohne Unterrichtung der Behörden von ihren Wohnorten entfernt und sich nicht an ihren neuen Aufenthaltsorten angemeldet haben.
600.000 Hurrikan-Flüchtlinge in Hotels untergebracht
In den USA sind in den vergangenen zwei Wochen Hunderttausende "Katrina"-Flüchtlinge in Hotels untergebracht worden. Damit solle die von Präsident George W. Bush gesetzte Frist eingehalten werden, bis Mitte Oktober die nach dem Hurrikan eingerichteten Notunterkünfte zu räumen, wie die "New York Times" am Donnerstag berichtete. Danach hielten sich bis zum vergangenen Dienstag 600.000 Hurrikan-Vertriebene in Hotelzimmern auf, was den Bund elf Millionen Dollar (9,1 Millionen Euro) pro Tag kostet.
Der Zeitung zufolge wächst die öffentliche Kritik daran, dass es die US-Regierung bisher nicht geschafft habe, für den Großteil der Betroffenen eine längerfristige Bleibe zu beschaffen. So wurde die Bürgermeisterin von Atlanta, Shirley Franklin, mit den Worten zitiert: "Kläglich. Enttäuschend. Empörend. Die Reaktion der Bundesbehörden ist einfach inakzeptabel."
Innenstadt von New Orleans ist trockengepumpt
Gut sechs Wochen nach dem Hurrikan "Katrina" hat das US-Militär nahezu sämtliches Wasser aus New Orleans abgepumpt. "Die Innenstadt ist wieder trocken, abgesehen von einigen kleinen Lachen", sagte ein Sprecher des Pionierkorps am Donnerstag in der Südstaatenstadt. Die Techniker hätten 43 Tage lang ununterbrochen gearbeitet, um die überschwemmte Stadt leerzupumpen und die gebrochenen Deiche abzudichten.
Als nächstes müssten sie die Deiche jetzt stützen. Dies sei "eine Menge Arbeit", weil die Erde immer noch nachgebe, sagte der Sprecher. "Katrina" war am 29. August über die Hauptstadt des Bundesstaates Louisiana hinweggefegt und hatte die Überflutung nach sich gezogen.
(apa)
