Mittwoch, 12. Oktober 2005

Raketen zielten auf Amtssitz: Offenbar Attentat auf Kolumbiens Präsident vereitelt

  • 24 Stunden zuvor überlebte Senator Bombenanschlag

Die kolumbianische Polizei hat offenbar einen Anschlag auf Präsident Alvaro Uribe vereitelt. In einem Haus in der Hauptstadt Bogotá hätten die Beamten bei einer Razzia Raketen gefunden, sagte Uribe am Dienstagabend dem Radiosender Caracol. Die Raketen seien auf den Präsidentenpalast und einen nahe gelegenen Militärstützpunkt ausgerichtet gewesen.

Erst 24 Stunden zuvor hatte ein kolumbianischer Senator einen Bombenanschlag überlebt. Bei der Explosion einer Autobombe im Norden der kolumbianischen Hauptstadt Bogota waren am Montagabend mindestens neun Menschen verletzt worden.

In Kolumbien kämpfen Paramilitärs, linksgerichtete Guerillagruppen und die Armee seit vier Jahrzehnten gegeneinander. In dem Konflikt wurden bisher mehr als 200.000 Menschen getötet.

(apa)

12.10.2005 08:30