Waffendepot an Kärntens Grenze entdeckt: Lager mit Gewehren und Munition gefunden
- Italien: Fundort nur einen Kilometer Kärnten entfernt
- Zusammenhang mit Bankomatensprenger-Bande?
Ein umfangreiches Waffendepot haben italienische Arbeiter auf dem Naßfeld, rund einen Kilometer von der Grenze zur Kärnten entfernt, gefunden. Es handelt sich um drei Kalaschnikow-Sturmgewehre, ein halbes Kilo Plastiksprengstoff, mehrere Handgranaten, eine Pistole belgischer Bauart sowie rund 500 Schuss Munition verschiedener Kaliber. Die Herkunft des brisanten Materials ist unklar.
Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" waren Arbeiter des Stromversorgungskonzerns E-nel mit der Reparatur einer Hochspannungsleitung beschäftigt, als sie im Wald auf zwei blaue Stofftaschen stießen. Diese seien bereits von Farnen, Moos und Gestrüpp überwuchert gewesen. Als die Männer die Taschen öffneten, fanden sie Waffen und Munition.
Für die Ermittlungen ist dem Bericht zufolge die Staatsanwaltschaft Tolmezzo zuständig. Feststehen dürfte, dass Waffen, Sprengstoff und Munition aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Seitens der Kärntner Kriminalpolizei hieß es dazu, man wisse, dass immer häufiger kriminelle Gruppierungen der Straße über das Naßfeld als Anfahrts- und Fluchtweg für ihre Tätigkeiten in Österreich benutzen würden.
Überprüft wird jetzt auch, ob der Fund auf dem Naßfeld mit der berüchtigten Bankomatensprenger-Bande im Zusammenhang stehen könne. So sollen in den zurückgelassenen Fluchtfahrzeugen unter anderem blaue Stofftaschen gefunden worden sein. Im Visier der Ermittler steht laut "Kleine Zeitung" auch eine gebürtige Kroatin mit italienischem Pass, die in Udine in Haft sitzt. Die - mit einer Kalaschnikow bewaffnete - Frau soll bei Überfällen der Bankomatsprenger gefilmt worden sein. (apa)
