Montag, 10. Oktober 2005

Zweifel an Anschlagsplänen in New York: Glaubwürdigkeit der Infos in Frage gestellt

  • Informant hat öfters falsche Warnungen geliefert
  • Stadt hat auf geplante U-Bahnanschläge reagiert

Die Hinweise auf einen Terroranschlag in der New Yorker U-Bahn haben sich bisher nicht bestätigt. Die Geheimdienste seien zu dem Schluss gekommen, dass ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Warnungen bestünden, sagte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums, Russ Knocke. Die neue Terrorwarnung hatte am Freitag einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte ausgelöst. Tausende Polizisten wurden in die Bahnhöfe geschickt, um Taschen, Rucksäcke und Kinderwagen zu durchsuchen.

Der New Yorker Polizeichef Ray Kelly erklärte, er rechne schon bald mit genaueren Informationen zu den mutmaßlichen Attentatsplänen. Der Informant, dessen Hinweise die Ermittlungen ins Rollen gebracht hätten, habe in der Vergangenheit falsche und wahre Informationen geliefert.

Kelly betonte, die Stadt habe richtig gehandelt, als sie sich an die Öffentlichkeit gewandt habe. Laut einem Memorandum des Heimatschutzministeriums planten Terroristen um den 9. Oktober Bombenanschläge auf die New Yorker U-Bahn. (apa/red)

10.10.2005 07:59