Nach den Wahlen im Burgenland: Tschürtz wird neuer FPÖ-Klubchef, Manfred Kölly geht
- Zweitgereihte Labg. Benkö nimmt ihr Mandat an
- Kölly konzentriert sich auf das Bürgermeister-Amt
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Bei den burgenländischen Freiheitlichen, die bei der Landtagswahl zwei ihrer vier Mandate verloren, wurde Dienstag Nachmittag in einer Präsidiumssitzung entschieden, wer künftig die Partei im Landtag vertritt: FPÖ-Chef Johann Tschürtz wird neuer Klubobmann, die Listen-Zweitgereihte Ilse Benkö nimmt ihr Mandat an. Der bisherige Klubchef Manfred Kölly, an dritter Stelle nominiert, verlässt den Landtag, erklärte Tschürtz bei einer Pressekonferenz im Freiheitlichen Landtagsklub in Eisenstadt.
Kölly habe als Bürgermeister in Deutschkreutz einen Erfolg eingefahren (30,5 Prozent, plus 6,1 Prozentpunkte) und sei ein wichtiger Faktor in der FPÖ. Benkö sei unermüdlich in den südlichen Bezirken unterwegs gewesen und habe in Oberwart mit neun Prozent ein "gutes Ergebnis" erzielt, so Tschürtz. Beide hätten in der Angelegenheit "Größe bewiesen".
Bei der Festlegung der Listenreihung im Parteivorstand vor der Wahl sei die Reihung - 1. Tschürtz, 2. Benkö, 3. Kölly - eindeutig beschlossen worden, so Tschürtz. "Für mich war klar, dass ich mein Mandat annehmen werde", da sie sonst viele Wähler enttäuscht hätte, erklärte Benkö. Es freue sie, dass Kölly weiterhin der FPÖ Burgenland die Treue halten werde.
Kölly: "Natürlich nicht erfreut"
Er sei "natürlich nicht erfreut", meinte Kölly zu seinem Abschied aus dem Landtag. Er werde sich nun auf sein Amt als Bürgermeister in Deutschkreutz konzentrieren und sich - soweit es seine Zeit erlaube - auch bei der Arbeit für das Land und die Partei einbringen.
Trotz Spaltung und Streit sei es nicht nur gelungen, in den Landtag einzuziehen, sondern auch drittstärkste Kraft zu bleiben und wieder den Kontrollausschussobmann zu bekommen, meinte Parteichef Tschürtz in einem Rückblick auf den Wahlausgang. Rund 6.000 FPÖ-Wähler hätten diesmal ihre Stimme nicht abgegeben, "auch dort müssen wir den Hebel ansetzen." Das Nichtwählerpotenzial sei bei den Freiheitlichen am höchsten, hier müsse man wieder intensiv um Vertrauen werben.
Man werde auch einen "unumgänglichen" Strukturaufbau vorantreiben, meinte der FPÖ-Chef. Die Organisation des Wahlsiegers SPÖ sei im Wahlkampf gut gewesen, weil fast jeder Funktionär Hausbesuche abgehalten habe: "Genau dort werden wir jetzt auch ansetzen."
(apa/red)
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