Haider soll BZÖ-Chef von Kärnten werden: Strutz stellt seinen Platz zur Verfügung!
- Landeshauptmann als Zugpferd für NR-Wahlen
Landeshauptmann Jörg Haider soll wieder Parteichef in Kärnten werden. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen des BZÖ-Landeschefs Martin Strutz geht. Dieser bot dem Landeshauptmann an, auch in der Partei offiziell wieder die Nummer Eins zu werden. Strutz fungiert seit Oktober 2001 als Freiheitlicher Landesparteiobmann. Er hatte diese Funktion von Jörg Freunschlag übernommen, der wiederum Haider im Jahr 1998 beerbt hatte. Dieser will sich noch nicht festlegen.
"Das BZÖ muss aus Kärnten heraus zum Erfolg geführt werden. Das ist der einzige Weg, um bei den kommenden Nationalratswahlen erfolgreich zu sein", begründete Strutz in der Mittwoch-Ausgabe der "Kärntner Woche" sein Angebot an Haider.
Vor allem geht es dem Landesparteiobmann angesichts der Wahlschlappe in der Steiermark darum, bei der Nationalratswahl im kommenden Jahr im südlichsten Bundesland ein Grundmandat zu erreichen. Bis dahin müsse nun um jede Wählerstimme gekämpft werden. Strutz: "Ich wünsche mir, wenn wir den Schwerpunkt Kärnten setzen, dass Jörg Haider Parteiobmann in Kärnten wird."
Haider selbst will sich allerdings noch nicht entscheiden, er spricht von einem "interessanten Vorschlag". Ob er wieder auf dem Obmannsessel Platz nehmen wird, müsse nun parteiintern besprochen werden, sagte Haider gegenüber dem ORF-Radio. Ein entscheidender Termin könnte der Landesparteitag Mitte November sein.
Außerdem äußerte Strutz im Interview die Befürchtung, dass die Mehrheit auf Bundesebene von ÖVP und BZÖ "wegschwimmen" könnte. Selbstkritisch sieht Strutz auch das derzeitige Modell seiner Partei: "Wir sind derzeit in einer kreativen Phase, es muss sicher zu einem Relaunch des Produktes BZÖ kommen." (apa/red)
