Zig Promis mit dabei: Kandidaten für Direkt-
wahl des ORF-Publikumsrats aufgestellt!
- Von Muliar über Steinhauer bis zu Kathrin Zettel
- Faxwahl vom 29. November bis 5. Dezember
14 Kandidaten für die Direktwahl von sechs ORF-Publikumsratswahl stehen sei Mittwoch fest. Zahlreiche Organisationen gaben einen Tag nach Ende der Nominierungsfrist bekannt, wen sie von 29. November bis 5. Dezember ins Rennen schicken. Die offizielle Liste der Kandidaten wird das Bundeskanzleramt voraussichtlich nächste Woche publik machen, hieß es dort auf APA-Anfrage. Wie schon bei der Wahl 2001 kandidieren auch wieder Prominente, etwa die Schauspieler Fritz Muliar und Erwin Steinhauer sowie Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergarten Schönbrunn.
Auf einem SPÖ-Ticket stehen Muliar für den Pensionistenverband (Bereich Ältere Menschen) zur Wahl, Steinhauer für den Verband der Wiener Volksbildung (Bereich Bildung), die Sportlerin Stephanie Graf (nominiert von der Bundessportorganisation), Barbara Blaha (aufgestellt von der Österreichischen Hochschülerschaft, Bereich Jugend), Harald Glatz für die Arbeiterkammer (Konsumenten) und der Arzt Siegfried Meryn (Kinderfreunde, Bereich Eltern bzw. Familie).
Auf ÖVP-Seite kandidiert Bundesbäuerin Aloisia Fischer für den Katholischen Familienverband, die Schifahrerin Kathrin Zettel für die VP-Kinderorganisation Kinderwelt und Rad-Bahnweltmeister Franz Stocher für die Sportunion. Im Bereich Ältere Menschen nominiert die ÖVP bzw. der VP-Seniorenbund Kurt Bergmann ("Licht ins Dunkel"). Das Rote Kreuz stellt seinen Präsidenten Fredy Mayer (Bereich Konsumenten) auf, das Forum Umweltbildung Helmut Pechlaner (Bereich Bildung).
Der Zoo-Direktor wurde doppelt nominiert: Denn auch der Umweltdachverband (UWD) schickt drei Kandidaten zur Wahl. Neben Pechlaner sind dies Dagmar Breschar (Österreichische Naturschutzjugend, Bereich Jugend) sowie UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner (Bereich Konsumenten).
Die ORF-Teilnehmer können sechs der insgesamt 35 Publikumräte von 29. November bis 5. Dezember mittels Faxwahl küren. Entsprechende personalisierte Wahlformulare werden ihnen zugesandt. Neben den direkt gewählten Räten werden 17 Mitglieder des Gremiums von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) bestellt. Zwölf "Fixplätze" gibt es für die Kammern und den ÖGB, die evangelische und katholische Kirche, die Bildungseinrichtungen der im Nationalrat vertretenen Parteien sowie die Akademie der Wissenschaften.
Drei der direkt gewählten Publikumsräte werden in den Stiftungsrat entsandt. Bei der Wahl 2001 gingen alle sechs "Direktmandate" an SPÖ-nahe Kandidaten und somit auch die drei Stiftungsratssitze an den roten Freundeskreis. Die ÖVP möchte dieses Ergebnis bei der kommenden Wahl umdrehen und so die absolute Mehrheit im ORF-Stiftungsrat erringen, wo die wesentlichen ORF-Entscheidungen - etwa die Wahl des ORF-Generaldirektors sowie der Direktoren - fallen. Die Grünen halten sich diesmal heraus: Ihrer Ansicht nach handelt es sich um eine "Scheinwahl", die mit demokratiepolitischen Standards nichts zu tun habe. (apa)
