Mittwoch, 12. Oktober 2005

Osteoporose ist verhinderbar: Bewegung
als Vorbeugung gegen den Knochenabbau

  • Heimtückische Krankheit beginnt ohne Symptome
  • Schon rund 450.000 Menschen in Österreich betroffen

Die Krankheit beginnt ohne Symptome, wenn die ersten Knochenfrakturen auftreten ist es bereits sehr spät: Osteoporose. Der krankhafte Knochenabbau betrifft in Österreich zumindest 450.000 Menschen. Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages (20. Oktober) verwiesen in Wien Fachleute auf die Wichtigkeit der Prävention durch Sport.

"Mangelnde Bewegung ist ein Teil der Risikofaktoren. Der stärkste Risikofaktor sind zwar genetische Bedingungen, doch bis zum 25. Lebensjahr können wir beim Knochenaufbau etwas tun. Wir spüren die Krankheit nicht. Wenn eine Fraktur kommt, ist sie aber schon sehr fortgeschritten", sagte Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Preisinger, Leiterin der Abteilung für Physikalische Medizin am Krankenhaus Hietzing in Wien.

Der sich vor allem im höheren Lebensalter durch Oberschenkelhals-, Wirbelkörper- und Unterarmbrüche (Stürze) samt erheblicher Invalidität bemerkbar machende Knochenschwund ist ein Europa die dritthäufigste Erkrankung. Jährlich erleiden rund 1,7 Millionen Menschen einen Oberschenkelhalsbruch (Österreich: jährlich rund 12.000), in den Europa sind es 400.000. 40 Prozent aller Frauen über 50 sind gefährdet, jeder achte Europäer erleidet in seinem Leben einen Osteoporose-bedingten Wirbelkörpereinbruch.

In diesem Jahr steht der Welt-Osteoporose-Tag im Zeichen der Bewegung als eine der besten Prophylaxemaßnahmen. Elisabeth Preisinger: "Bei Kindern gibt es Studien, bei denen regelmäßiges Spring- und Hüpftraining bewirkte, dass sie um vier Prozent mehr Knochen aufbauten." Mehr Knochendichte im frühen Erwachsenenalter schützt über viele Jahre hinweg, weil ein "Polster" vorhanden ist. (apa)

12.10.2005 12:01