Vogelgrippe lässt die Regieurng kalt: Neue Seuche wirkt sich nicht auf Österreich aus
- Pröll: Noch keine Hinweise auf Handlungsbedarf
- Rauch-Kallat: Keine Gefährdung von Menschen
Die österreichische Regierung reagiert vorerst gelassen auf die Vogelgrippe-Verdachtsfälle in Rumänien. Es gäbe bisher keine Hinweise auf Handlungsbedarf in Österreich, betonte Landwirtschaftsminister Pröll. Die EU hatte nach den ersten Vogelgrippe-Fällen in der Türkei und Rumänien Importverbote für Geflügel aus beiden Ländern verhängt.
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat betonte, dass sich das Virus in Rumänien bisher nicht als die gefürchtete "Geflügelpest" entpuppt habe. Der im Zuge des "Pandemieplanes" vorgesehene Einkauf von Influenza-Medikamenten für rund 20 Prozent der Bevölkerung wird laut Rauch-Kallat in den nächsten Wochen und Monaten starten.
Der französische Außenminister Douste-Blazy hat sich unterdessen wegen des Vogelgrippe-Alarms für ein möglichst baldiges Treffen der EU-Gesundheits- und Außenminister ausgesprochen. Ein gemeinsames und organisiertes Vorgehen sei notwendig, "damit nicht ein Land dieses tut und das andere jenes", sagte Doueste-Blazy am Dienstag dem Pariser Fernsehsender France 2.
Unterdessen betonten französische Experten, das in Rumänien und in der Türkei aufgetretene Vogelgrippe-Virus sei nicht unbedingt der gefährliche Typ H5N1, der in Asien grassiert.
In Indonesien hat sich den Behörden zufolge ein weiterer Mensch mit der Vogelgrippe angesteckt. Damit steigt die Zahl der mit dem tödlichen H5N1-Virus Infizierten in dem Land auf mindestens fünf - drei davon sind bereits gestorben. Erste Fälle sind nun auch in Kolumbien aufgetreten. In der zentralen Provinz Tolima sei in einer Region mit zahlreichen Hühnerfarmen das Virus H9 festgestellt worden, das jedoch weniger gefährlich als der in Asien und möglicherweise auch in Russland und Osteuropa grassierende Virus-Typ sei, teilten die Behörden weiter mit. (apa)
