"Blauer Brief" in Italien jetzt per SMS: Auch Schwänzern gehts per Handy an den Kragen
- Schüler sollen so vor Schulabbruch bewahrt werden
- SMS-Versand auch günstiger als Brief oder Telefonat

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Auch schlechte Noten per Kurznachricht geschickt
In Rom werden Eltern künftig automatisch per SMS benachrichtigt, wenn ihre Kinder nicht zum Unterricht erscheinen und die Abwesenheit zuvor nicht angemeldet wurde. Mit der Aktion, an der sich insgesamt zwölf römische Schulen beteiligen, will die zuständige Schulbehörde vor allem Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren davon abhalten, den Unterricht zu schwänzen.
In dieser Altersgruppe sei die Zahl der Schulabbrecher besonders hoch, was sich meist schon vorher durch häufiges Fehlen ankündige. Zudem sei ein automatisierter SMS-Versand kostengünstiger und bereite weniger Aufwand als eine schriftliche oder telefonische Benachrichtigung der Eltern, berichtet heise.
Der italienische Verband der Schuldirektoren hält wenig von der SMS-Aktion. Familien würden so grundlos in Panik versetzt. Abhilfe könnte ein Filtersystem schaffen, das die SMS-Technik intelligenter nutzt. Auch die betroffenen Schüler zeigen wenig Begeisterung für die neue Benachrichtigungsmethode: Man erschwere Schülern vielleicht das Schwänzen, aber ganz stoppen könne man das Treiben nicht. (red)
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