Freitag, 7. Oktober 2005

Intel will billigen PC für Inder produzieren: Der Computer soll nur rund 188 Euro kosten

  • Gerät soll mit Autobatterie betrieben werden können
  • Verkaufsstart ist schon für Dezember 2005 geplant

Der weltgrößte Hersteller von Computerchips, das US-Unternehmen Intel, hat für die ländlichen Gebiete in Indien einen besonders preisgünstigen Computer entwickelt. Der genaue Preis für den PC stehe noch nicht fest, er werde aber vermutlich weniger als 10.000 Rupien (188 Euro) kosten und schon im Dezember auf den Markt kommen, sagte der stellvertretende Intel-Chef Patrick Gelsinger bei einer Tagung in der Technologiehochburg Bangalore im Süden von Indien. Der Computer werde neben den üblichen Anwendungen auch "einen kabellosen Internetzugang für die ländlichen und abgelegenen Regionen" haben.

Weil die Stromversorgung in Indien unregelmäßig ist, sei der Rechner so gebaut worden, dass er auch mit einer Autobatterie betrieben werden könne, sagte Gelsinger: Während die herkömmlichen Computer mit 240 Volt liefen, reichten für den Landcomputer 80 Volt aus. Der PC werde außerdem ein staubsicheres Gehäuse haben, widerstandsfähig gegen Insekten sein und die heißen Temperaturen in Indien aushalten.

In Indien sind Computer in der Bevölkerung bisher nur wenig verbreitet - nur etwa neun von tausend Indern besitzen einen PC. Die meisten Inder können sich keinen Computer leisten. Intel hat im südindischen Bangalore den größten Firmenstandort außerhalb der Vereinigten Staaten. Es sind dort mehr als 2.000 Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Prozessoren und Halbleiter beschäftigt. (apa/red)

7.10.2005 09:10