Al Kaida sucht im WWW nach Mitarbeitern: Online-Redakteure und Medienleute benötigt
- Echte Anzeige, Geheimdiensttrick oder übler Scherz?
- Annoncen enthalten keine Angaben über das Gehalt

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Auf einer Islamisten-Internetseite sind mehrere Stellenanzeigen aufgetaucht, in denen das Terrornetzwerk Al Kaida angeblich nach Medienspezialisten und Online-Redakteuren sucht. Die arabische Zeitung "Al-Sharq al-Awsat" schrieb, das Gehalt sei in den Annoncen nicht erwähnt. Stattdessen hieß es darin: "Jeder Muslim sollte wissen, dass seine Zeit nicht ihm selbst gehört, sondern der islamischen Nation, die angegriffen wird."
Echt oder Scherz?
Ob die Anzeigen echt sind, oder ob es sich um einen Geheimdiensttrick oder um einen schlechten Scherz handelt, ist nicht klar. Allerdings war die gleiche Internetseite zuvor schon für die Veröffentlichung von Bekennerschreiben zu Terroranschlägen genutzt worden.
Al Kaida zahlt schlecht
Dass die Fanatiker von Al Kaida ihre Fußsoldaten nur schlecht bezahlen, hatte im September ein in Kanada inhaftierter ägyptischer Extremist erklärt. Er hatte sich in einem Interview der selben Zeitung darüber beklagt, dass er als Akademiker in den Jahren 1992 und 1993 für die Leitung mehrerer landwirtschaftlicher Projekte der El Kaida im Sudan nur 1.500 US-Dollar pro Monat erhalten habe.
Die US-Armee hatte im August behauptet, sie habe in der nordirakischen Großstadt Mossul den Brief eines Al-Kadia-Terroristen an den Anführer Abu Mussab al-Zarqawi gefunden, in dem sich ein gewisser Abu Zajd über die schlechte Bezahlung und Unterbringung der "Gotteskrieger" beklagte. (apa/red)
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