Platzt der Verkauf der BA-CA an die UniCredit?

Randa heizt Nervenpoker im Finale an. Nun macht auch der BA-CA-Betriebsrat mobil.
In der Mailänder Zentrale der UniCredit liegen derzeit die Nerven blank. Der BA-CA-Betriebsrat macht massiv gegen Pläne der UniCredit mobil, wonach die BA-CA zerschlagen werden soll. Und torpediert damit die geplante Struktur des neuen Bankenriesen.
Für noch größere Nervosität sorgt allerdings die Tatsache, dass am Montag nächster Woche um exakt 24 Uhr das Angebot für den Umtausch von HVB-Aktien in UniCredit-Papiere endet. Denn wie es derzeit aussieht, ist der Erfolg alles andere als sicher. Ganz im Gegenteil. Ein HVB-Aufsichtsrat: Bis dahin kommen die für die Übernahme notwendigen 65 Prozent nicht zusammen. Was einem Desas-ter für den als nicht gerade uneitel titulierten UniCredit-Boss Alessandro Profumo gleichkäme. Denn die italienische UniCredit hat sich in ihrem Übernahmeangebot darauf fest- gelegt, dass sie exakt diesen
Prozentsatz (Mindestannahmequote) erreichen will. Wird diese Hürde nicht übersprungen, könnte der Megadeal in letzter Sekunde platzen. Die Übernahme der deutschen Großbank HVB samt ihrer Wiener Tochter BA-CA durch die deutlich kleinere UniCredit wäre in diesem Fall grandios gescheitert.
Früherer BA-CA-Boss Randa kämpft gegen UniCredit. Am Ziel wäre hingegen Ex-BA-CA-Boss und HVB-Aufsichtsrat Gerhard Randa. Der Wiener Banker gilt wie auch HVB-Aufsichtsratsboss Albrecht Schmidt als strikter Gegner eines Verkaufs an die UniCredit. Randa sprach im Zuge der jüngsten HVB-Aufsichtsratssitzung sogar von einem unheilvollen Deal und fragte: Braucht die UniCredit die HVB mehr, als dies umgekehrt der Fall ist? Seine Befürchtung: Die italienische Bank sei möglicherweise nicht in der Lage, die Milliardentransaktion finanziell zu stemmen.
Profumo muss sich inzwischen auch völlig zu Recht große Sorgen machen, ob der von ihm eingefädelte Coup wirklich gelingt. Denn neben Randa und Schmidt zeigen sich auch prominente Aktionäre zunehmend irritiert und leisten harten Widerstand: unter anderen die Wiener AVZ-Stiftung der ehemals größte BA-CA-Aktionär hält vier Prozent an der HVB und Stiftungen des Landes Bayern, die HVB-Anteile halten.
Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
