Donnerstag, 6. Oktober 2005

Weniger "Blüten" in Österreich im Umlauf: 450.000 Euro heuer aus Verkehr gezogen

  • Internationales Seminar zur Falschgeld-Bekämpfung
  • Falschgeld-Druckerei in Litauen wurde ausgehoben

Im ersten Halbjahr 2005 sind in Österreich 4.247 gefälschte Euro-Banknoten im Nennwert von rund 450.000 Euro aus dem Verkehr gezogen worden. Das sagte Gerhard Schulz von der Nationalbank im Bundeskriminalamt anlässlich eines internationalen Seminars zur Bekämpfung der Falschgeld-Kriminalität. In den ersten sechs Monaten 2004 waren in Österreich noch 5.673 Euro-"Blüten" im Umlauf.

Zweck der Tagung, die von der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf finanziell unterstützt wird, ist unter anderem der Know-How-Transfer zwischen den Ermittlungsbehörden. Im Bundeskriminalamt wurde zu Schulungszwecken eigens eine Druckmaschine der "Blüten"-Produktion "gewidmet". Die "Fälscherwerkstatt", in der Kursteilnehmer nach verwertbaren Beweisen suchen müssen, befindet sich in der Amtsdruckerei.

Den Behörden machen vor allem Fälscherbanden mit Sitz in Südosteuropa und in den baltischen Staaten zu schaffen. Erfolge der internationalen Kooperation ließen jedoch nicht auf sich warten. Neben der Verhaftung des mutmaßlichen Kopfes einer Fälscherorganisation in Bulgarien und weiteren Festnahmen in Wien nannte Schulz die Aushebung einer Druckerei in Litauen, auf die der Rückgang von Falschgeld in Österreich zurückzuführen sei. Im internationalen Vergleich ist in Österreich relativ wenig Falschgeld in Umlauf. (apa)

6.10.2005 14:12