Überziehungszinsen bis zu 9,5 %: Minus
am Studentenkonto kommt richtig teuer
- AK-Test zeigt potenzielle "Fallen" der Konten auf
- Rahmen verhandeln, Alterslimit nicht übersehen
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Wer ein Studentenkonto eröffnet, sollte die Konditionen genau studieren. Denn auch bei verlockenden Gratis-Konten lauern versteckte Kosten. Und wer mit seinem Konto leicht ins Minus gerät, für den kommt das richtig teuer. Ein Arbeiterkammer-Test von 18 Studentenkonten bei 15 Banken zeigt: Bankomatkarte und Kontoführung sind meist gratis, aber nicht immer. Zusatzspesen können aber ins Geld gehen - zum Beispiel für Kontoschließung bis zu 25 Euro.
Teuer wird es auch, wenn das Konto ins Minus rutscht. Die Überziehungszinsen machen 5,2 bis 9,5 Prozent aus. "Wer ständig überzieht, zahlt drauf", warnte AK-Konsumentenschützer Harald Glatz. Manche Banken verlangten dann obendrein eine Kontoführungsgebühr.
Zur Falle können auch Alterslimits sein: So stellt z.B. bei 27-Jährigen die Bank oft auf ein normales teureres Konto um.
Zum Beginn des neuen Studienjahres daher die Konsumentenschützer-Tipps für Studenten: Einen Überziehungsrahmen vereinbaren, um sehr teure Überziehungszinsen über dem Rahmen zu vermeiden. Überziehungszinsen seien meist auch verhandelbar. Fragen nach dem Alterslimit: Üblicherweise gelten Alterlimits von 27 bis 30 Jahren, danach wird auf ein Gehaltskonto umgestellt. Falls das passiert rät die AK, die Zinsen neu zu verhandeln. Außerdem muss auf den Studiumsnachweis geachtet werden: Wird nicht mehr studiert, wird auch das Konto umgestellt. Manche Banken verlangen deshalb jedes Semester eine Inskriptionsbestätigung.
15 Banken im Test
Die Arbeiterkammer hat Studentenkonten bei 15 Banken unter die Lupe genommen: Hypo Tirol, Hypo OÖ, Hypo NÖ, Hypo Alpe Adria, Erste Bank, P.S.K. BAWAG, Volksbank Wien, Bank Burgenland, Raiffeisen NÖ-Wien, Easy Bank, Volksbank Baden-Mödling-Liesing, Bank Austria, Oberbank, Wiener Spar- und Kreditinstitut.
Ergebnis: Für einen Normalnutzer mit 240 Buchungen im Jahr betragen die Gesamtkosten für das Studentenkonto zwischen 6,50 Euro (Hypo Tirol) und 86,74 Euro (BA CA). Die Kontoführungsgebühren sind meist kostenlos: 11 Studentenkonten sind gebührenfrei: BA-CA, Bank Burgenland, BAWAG, Erste Bank, Hypo Alpe Adria, Hypo NÖ, Hypo OÖ, Hypo Tirol, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Volksbank Wien, Wiener Spar- und Kreditinstitut. Bei sechs Studentenkonten fällt generell eine Kontoführungsgebühr an (2,28 bis 17,06 Euro), bei der P.S.K. nur dann, wenn das Konto im Minus ist.
Die Bankomatkarte ist im Regelfall unentgeltlich beim Konto dabei. Beim Studentenkonto der Bank Burgenland kostet die Bankomatkarte 10 Euro extra.
Kontoüberziehung kommt teuer
Bei einem Plus am Konto gibt es zwischen 0,125 (Hypo Tirol) und 2 Prozent Zinsen (Bank Burgenland). "Die Guthabenzinsen sind am Studentenkonto besser als am Gehaltskonto", sagt Glatz. Teuer wird aber die Kontoüberziehung. Die Überziehungszinsen innerhalb des Überziehungsrahmens betragen von 5,2 (Hypo Alpe Adria) bis 9,5 Prozent (Erste Bank, P.S.K BAWAG, Bank Austria).
"Studenten sollen auch darauf achten, dass erhebliche Zusatzspesen anfallen können", rät Glatz. So koste eine Bar-Transaktion am Schalter z.B. 4, Dauerauftragsänderungen bis zu 3 Euro, die Rückleitung eines Abbuchungsauftrags kann bis zu 8, die Kontoschließung bis zu 25 Euro kosten. (apa/red)

