Italiens Defizit steigt weiter ungebremst an:
Anstieg um 5,1 Prozent im ersten Quartal
- Im zweiten Quartal Neuverschuldung bei 3,3 Prozent
- Rom damit weiter über Maastricht-Grenze von 3 %
Italien gerät wegen des ausufernden Defizits immer mehr unter Druck. Im ersten Semester 2005 betrug die Neuverschuldung der öffentlichen Verwaltung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), teilte das Statistikamt Istat in Rom am Mittwoch mit. Im zweiten Quartal 2005 stieg die Neuverschuldung um 3,3 Prozent.
Zur Eindämmung des Defizits hat die Regierung Berlusconi diese Woche einen Budgetentwurf mit Maßnahmen im Wert von 20 Mrd. Euro vorgestellt. Damit soll die Netto-Neuverschuldung um 11,5 Mrd. Euro verringert werden.
Italiens Budgetdefizit wird im kommenden Jahr voraussichtlich auf 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Es liegt damit aber immer noch über dem Maastricht-Kriterium der EU von maximal drei Prozent. Die Europäische Union hat Italien bis 2007 Zeit gegeben, sein Defizit den Richtlinien anzupassen. In diesem Jahr wird ein Defizit von 4,3 Prozent erwartet.
(apa)

