Bilanz nach erstem Halbjahr: Österreich investierte am meisten in Deutschland
- Österreichs Unternehmen weiter auf Einkaufstour
Deutschland war mit 830 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2005 das wichtigste Investitionsziel österreichischer Unternehmen. In Mittel- und Osteuropa konzentrierten sich die Investitionen auf Russland und die EU-Kandidatenländer, teilt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit.
Auch wenn die Statistik der Direktinvestitionen für heuer keine neuen Rekorde erwarten lasse, so stünden grenzüberschreitende Firmenbeteiligungen weiter auf der Tagesordnung, so die OeNB weiter. Bei den Direktinvestitionen im ersten Halbjahr 2005 überwiegen mit 3,1 Mrd. Euro betragsmäßig die nach Österreich hereinkommenden Kapitalströme gegenüber den aktiven Direktinvestitionen Österreichs mit 2,8 Mrd. Euro, anzahlmäßig liegen jedoch die aktiven Direktinvestitionen voran.
Das Interesse der inländischen Investoren richtete sich 2005, anders als in jüngster Vergangenheit, auf Deutschland, die Schweiz und die EU-Kandidatenländer Bulgarien, Kroatien und Rumänien, während die bestehenden Tochterunternehmen in den neuen Mitgliedsländern vorwiegend durch reinvestierte Gewinne zulegen konnten und keine frischen Mittel zugeschossen wurden. Auf der Passivseite bestätigt Deutschland seine Position als dominierender Investor, wobei das anhaltend starke Interesse an Immobilien erwähnenswert ist.(apa/red)

