Die nächsten fünf sind durch: Niederlande, England, Italien, Polen & Kroatien fix bei WM
- Beckham & Co profitieren von tschechischer Pleite
- Auch Portugal nach Arbeitssieg in Deutschland dabei
·Gruppe 6: Wales siegt
in Nordirland mit 3:2
Rapids Hlinka mit Goldtor für Slowakei vs Estland
·Nächste Pleite für Deutschlands Kicker
Klinsmann-Elf verliert in der Türkei verdient 1:2
·Schade! Österreich verliert in England 0:1
ÖFB-Team hätte Punkt in Old Trafford verdient
·BILDER: Österreich unterliegt in England!
Scharners Elferfoul und Beckhams Ausschluss!
·Der große Rückblick
auf die WM-Quali 2006
Alle Spiele, Ergebnisse
& qualifizierten Nationen
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·DISKUSSION: Wer ist Ihr WM-Favorit?
Was schafft Deutschland? Holt Brasilien den Titel?
Als der Sekt in der Kabine in Strömen floss, sprudelte es aus Ruud van Nistelrooy heraus. "Ich glaube, dass wir sogar Weltmeister werden können", tönte der Torjäger der Niederlande, die am Samstag neben Italien und Portugal als Gruppensieger vorzeitig die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 schafften.
Nebenbei verhalfen "Oranjes" drei weiteren Ländern vorzeitig zum WM-Ticket. Denn die Niederländer sicherte sich mit dem 2:0 in Tschechien nicht nur den Triumph in Gruppe 1, sondern ließen auch England, Polen (Gruppe 6) und Kroatien (Gruppe 8) jubeln. Diese Teams kämpfen zwar noch um Platz eins, fahren aber zumindest als sichere punktbeste Gruppen-Zweite zur WM. Dagegen war neben Tschechien auch Griechenland der große Verlierer der vorletzten Ausscheidungs-Runde, nach der 24 von 32 Endrunden-Teilnehmer feststehen.
"Wir spielen jedes Mal ein bisschen besser. Trainer Marco van Basten ist hart und sehr deutlich. Mit unserer jungen Mannschaft können wir noch stark wachsen", glaubt Stürmerstar van Nistelrooy. Das Team um HSV-Profi van der Vaart, der kurz nach dem verschossenen Elfmeter durch Borussia Dortmunds Tomas Rosicky das wichtige 1:0 (32. Minute) markierte, hat in der WM-Ausscheidung die meisten Punkte (31) gesammelt. Dagegen droht den Tschechen (24/11 Spiele), die vorerst hinter Rumänien (25/12) zurückgefallen sind, nun sogar das Aus. Im letzten Spiel ist ein Sieg in Finnland Pflicht, um den zur Relegation berechtigenden zweiten Gruppenplatz zurückzuerkämpfen.
"Irgendwie hat sich alles gegen uns verschworen", klagte Tomas Ujfalusi. "Wenn ich den Elfmeter verwandelt hätte, wäre das Spiel anders gelaufen", meinte dagegen Rosicky kleinlaut. Und Coach Karel Brückner forderte: "Wir müssen das Spiel schnell vergessen und in Finnland gewinnen." Nur noch eine theoretische Chancen auf die Relegation hat dagegen Europameister Griechenland (18) als Vierter hinter dem bereits feststehenden WM-Teilnehmer Ukraine (25) sowie der Türkei (20) und Dänemark (19).
Beckham: "Wir sind überglücklich"
Hollands Schützenhilfe war in Polen, Kroatien und England höchst willkommen. "Wir sind alle überglücklich", jubelte David Beckham, der bei Englands mühsamem 1:0-Erfolg über Österreich die Gelb-Rote Karte sah. "Die Qualifikation war hart mit vielen Aufs und Abs, aber ich bin sicher, dass wir bei der WM unseren Weg gehen werden", ergänzte der Superstar von Real Madrid.
Am Mittwoch gegen Polen geht es noch um den Gruppensieg, doch beide Teams sind ebenso vorzeitig durch wie die Kroaten in Gruppe 8. "Mit der WM-Teilnahme geht für uns ein Traum in Erfüllung", sagte Werder Bremens Stürmer Ivan Klasnic nach dem 1:0 über Verfolger Schweden, das Darijo Srna (56./Foulelfmeter) sicherte.
Italien nach 1:0 über Sowenien auch dabei
"Natürlich bin ich sehr zufrieden und auch erleichtert", meinte Marcello Lippi, als Italiens 1:0-Sieg über Slowenien und die zwölfte WM-Teilnahme in Serie feststand. Er bewies ein glückliches Händchen und wechselte in Palermo Lokalmatador und Siegtorschütze Cristian Zaccardo ein. Portugal blamierte sich beim mageren 2:1 über Fußball- Zwerg Liechtenstein, doch die Tore von Pedro Pauleta und Nuno Gomes stimmten Trainer Luiz Felipe Scolari friedlich. "Die Leistung war wirklich nicht gut, aber das kann uns in Deutschland nicht passieren. Dort wird meine Mannschaft gegen die besten Teams anders auftreten."
Hart umkämpfte Frankreich-Gruppe
So weit ist es für Fußball-Großmächte wie Ex-Weltmeister Frankreich und Spanien noch nicht. Hochspannend ist das Rennen vor allem in der Gruppe 4: Spitzenreiter Israel (18) hat die Ausscheidung beendet. Dahinter kämpfen noch die Schweiz, Frankreich (je 17) und Irland (16) um ihre WM-Chance. Und in der Gruppe 8 ist Spanien (17) Zweiter hinter Serbien-Montenegro (19) und vor Bosnien-Herzegowina (16), die am Mittwoch ein direktes "Endspiel" bestreiten.
Trotz des praktisch feststehenden WM-Aus soll Otto Rehhagel Nationalcoach Griechenlands bleiben. Das sagte Verbandschef Wassilis Gagatsis nach dem 0:1 in Dänemark. "Mein Wunsch ist, dass Rehhagel bleibt. Immer mit Otto Rehhagel. Wir haben ihm schon einen Vorschlag gemacht und hoffen, dass er bleibt. Ich habe den Eindruck, er will es auch", sagte Gagatsis.
Rehhagel äußerte sich vorerst unklar. Er werde auf jeden Fall als Trainer weiterarbeiten, sagte er, ließ aber offen, wo er künftig tätig sein will. Sein Vertrag mit den Griechen läuft am Mittwoch nach dem Spiel gegen Georgien aus. "Wir werden nach diesem Spiel reden. Und dann werden wir sehen, was wir machen", betonte Rehhagel.
Kampf um beiden besten zweiten Gruppenplätze und Relegation
In Europa qualifizieren sich die Sieger der acht Qualifikations-Gruppen und die zwei besten Gruppenzweiten direkt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Die sechs übrigen Zweiten spielen die verbleibenden drei Plätze in einer Playoff-Runde mit Hin- und Rückspielen aus. Um die zwei besten Gruppenzweiten zu ermitteln, werden in den Gruppen mit sieben Teams (Gruppe 1, 2, 3) die Partien des jeweiligen Zweiten gegen den Siebenten nicht gewertet.
| Tabelle der Gruppenzweiten (Stand: 9. Oktober): | |||||
| 1. | England | (Gruppe 6) | 9 | 15:4 | 22 |
| 2. | Schweden | (Gruppe 8) | 9 | 27:3 | 21 |
| 3. | Rumänien | (Gruppe 1) | 10 | 16:9 | 21 |
| oder | Tschechien | (Gruppe 1) | 9 | 25:11 | 18 * |
| 4. | Schweiz | (Gruppe 4) | 9 | 18:7 | 17 |
| 5. | Spanien | (Gruppe 7) | 9 | 13:3 | 17 |
| 6. | Slowakei | (Gruppe 3) | 9 | 17:7 | 16 |
| 7. | Norwegen | (Gruppe 5) | 9 | 11:7 | 15 |
| 8. | Türkei | (Gruppe 2) | 9 | 12:9 | 14 |
* Tschechien ist derzeit Dritter der Gruppe 1
(apa/red)
