Geschäft mit Jezek: Austria muss 700.000 Euro an FC Tirol-Masseverwalter zahlen!
- Urteil des Landesgerichts Innsbruck schon erfolgt
- Gegengeschäft mit Ziegler erfolgreich angefochten
Der FK Austria Magna ist vom Landesgericht Innsbruck zur Zahlung von 700.000 Euro an den Masseverwalter des 2002 in Konkurs geratenen FC Tirol, Dr. Herbert Matzunski, verurteilt worden. Dies bestätigte Austria-Manager Markus Kraetschmer am Donnerstagabend gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Matzunski hatte ein Gegengeschäft zwischen den Wienern und Innsbruckern vom Jänner 2002 erfolgreich angefochten.
Der tschechische Mittelfeldspieler Patrik Jezek war in der Saison 2000/2001 von der Austria für eine Ablösesumme von rund 16 Millionen Schilling nach Tirol gewechselt. Da die Innsbrucker den Wienern im Jänner 2002 außer der "Anzahlung" (rund 1 Million Schilling) aber noch nichts überwiesen hatten, wurde der deutsche Torhüter Marc Ziegler als Gegengeschäft nach Favoriten transferiert. Die Austria reduzierte dafür ihre Forderungen um rund zehn Millionen Schilling.
"Wir haben eine Berufungsfrist bis 27. Oktober erhalten", erklärte Kraetschmer und erläuterte die weitere Vorgangsweise des Bundesliga-Tabellenführers: "Wir haben nächste Woche eine Sitzung und werden gemäß der Meinung unserer anwaltlichen Vertretung entscheiden, ob wir Berufung einlegen. Ich will dem nicht vorgreifen, aber die Tendenz geht Richtung Berufung."
(apa)
