FIFA lehnt Charleroi-Vorschlag ab: Prozess über Schadensersatz für verletzten Kicker
- Im Nationalteam verletzt: Belgier fordern 615.000
- Die reichsten Klubs der Welt unterstützen Charleroi
Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Bezahlung von Schadenersatz in Höhe von 615.000 Euro an den SC Charleroi endgültig abgelehnt und lässt es auf ein Gerichtsverfahren ankommen. Das gab der Anwalt des belgischen Erstligisten, der die Summe als Entschädigung für die langwierige Verletzung seines Topspielers Abdelmajid Oulmers gefordert hatte, bekannt.
Der Prozess startete damit mit den Eröffnungsstatements, als Chefrichter wird Jean-Philippe Lebeau fungieren. Zuvor hatten einander Charleroi-Boss Abbas Bayat und FIFA-Präsident Sepp Blatter noch einmal außergerichtlich getroffen, allerdings ohne Einigung.
Oulmers hatte sich in einem freundschaftlichen Ländermatch von Marokko gegen Burkina Faso im November 2004 einen mehrfachen Bänderriss im Knöchel zugezogen und fiel für den Rest der Saison aus. Die FIFA hatte die Abstellung des Marokkaners ausdrücklich angeordnet, nachdem die Belgier diese ursprünglich verwehrt hatten.
Charleroi wird im Verfahren von den reichsten Klubs der Welt, die sich in der G14-Vereinigung zusammengeschlossen haben, unterstützt. In einem ähnlichen Fall hat die G14 auch dem französischen Meister Olympique Lyon seine Unterstützung zugesagt.
(apa/red)
