Absolute im Burgenland schwieriger als in Wien: 52% werden für Mehrheit nötig sein
- Unterschiedliche Landeswahlsysteme in Österreich
- SPÖ kämpft in beiden Ländern um absolute Mehrheit
Bei den anstehenden Landtagswahlen in Wien und Eisenstadt kämpft die SPÖ laut Umfragen jeweils um die absolute Mehrheit. Die unterschiedlichen Landeswahlsysteme haben es aber zur Folge, dass die Absolute keinesfalls gleich leicht bzw. schwer erreicht werden kann.
In der Bundeshauptstadt hat die SPÖ bei der letzten Wahl im Jahr 2001 46,9 Prozent, aber trotzdem die absolute Mandatsmehrheit erreicht. Konkret verfügt die SPÖ derzeit über 52 von 100 Mandaten. Gelingt ihr bei der Wahl am 23. Oktober also ein Zuwachs, dürfte die Absolute neuerlich gesichert sein.
Nicht ganz so leicht ist die Absolute im Burgenland zu erreichen. In der Wahlbehörde schätzt man, dass für das Erreichen des 18. Mandats (von 36) auch in etwa 50 Prozent der Stimmen nötig sein werden. Die genaue Prozentzahl hängt davon ab, wie groß die Abstände der einzelnen Parteien sind bzw. wie stark die kleinere Parteien sind. Früher zu erreichen ist die Absolute beispielsweise dann, wenn FPÖ und Grüne schlecht abschneiden. Für eine Mehrheit, also 19 Mandate, werden im Burgenland voraussichtlich sogar rund 52 Prozent erforderlich sein.
Der Landeshauptmann könnte übrigens schon mit 18 Mandaten nicht gegen die SPÖ gewählt werden. Bei 18 zu 18 gebe es theoretisch eine Patt-Situation, die Wahl wäre ungültig. Bis in die 90er Jahre hinein war es für den Wahlsieger allerdings sogar noch leichter, den LH wählen. Es reichten damals nämlich bereits 18 Mandate. (apa)
