"Schikane und unsoziale Maßnahme": Wiener Grüne rücken von der City-Maut ab
- Stattdessen solle man öffentlichen Verkehr ausbauen
- City-Maut für Vassilakou aber "möglich und denkbar"
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Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Wiener Gemeinderats- bzw. Landtagswahl, Maria Vassilakou, hat sich am Dienstag gegen die Bemautung der Wiener Straßen ausgesprochen. "Die City-Maut wäre derzeit eine unsoziale Maßnahme. Sie würde nichts bringen als eine Schikane für die Menschen am Stadtrand", sagte sie im Gespräch mit Radio Wien. Stattdessen solle man den öffentlichen Verkehr ausbauen.
Vassilakou merkte zwar an, dass die City-Maut "möglich und denkbar" sei, wenn es darum gehe, den Verkehr innerstädtisch zu reduzieren. Wichtiger sei aber, im Interesse der Bewohner der Wiener Randlagen dafür zu sorgen, dass niemand länger als zehn Minuten auf öffentliche Verkehrsmittel warten müsse.
Mit ihren Aussagen ist Vassilakou von Positionen abgerückt, die von den Wiener Grünen vor nicht allzu langer Zeit noch vertreten wurden. So forderte etwa Christoph Chorherr im August 2004 eine "Staumaut". Diese flexible Bemautung zu Spitzenzeiten würde bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund bis 2009 eingeführt, kündigte er damals an. Auch der Grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch hat noch im vergangenen April kritisiert, dass die Stadtregierung angesichts der Feinstaubbelastung in der Bundeshauptstadt nicht über eine City-Maut nachdenke.
(apa)
