Erdbeben warf 100 km langen Bruch auf: Schäden im Umkreis von 200 bis 300 km
- Südasiatische Region an der Nahtstelle zweier Platten
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Mit deutlichen Schäden durch das schwere Erdbeben in Südasien muss nach Ansicht des Leiters der Seismologie am Geo-Forschungsinstitut in Berlin, Professor Jochen Zschau, noch in 200 bis 300 Kilometer um das Epizentrum gerechnet werden. "Das Beben hat einen Bruch von 100 Kilometer Länge aufgeworfen", sagte Zschau.
"Längs dieses Bruchs können überall schlimme Dinge passiert sein." Auch wenn das Epizentrum in einer kaum besiedelten Gebirgsregion liege, könnten doch in den entfernteren Dörfern Tausende Menschen zu Tode gekommen sein.
Die südasiatische Region ist nach Zschaus Worten besonders oft von Erdbeben betroffen, da sie an der Nahtstelle zweier geologischer Platten liege. "Die indische Platte schiebt sich hier mit einer Geschwindigkeit von acht Zentimetern pro Jahr auf den asiatischen Kontinent", erläuterte der Forscher. Das Beben liege an der Nordspitze der indischen Platte. Dort türme sich in Asien das Hindukusch-Gebirge auf.
(apa)
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