Vorschlag wurde scherzhaft abgelehnt: Schröder will nicht deutscher "Vize" werden!
- "Vielleicht demnächst auch noch als Staatssekretär"
- Bundeskanzler will nicht "Verhandlungsmasse" sein
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Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will nicht Vizekanzler in einer großen Koalition werden. Der Regierungschef habe am Donnerstag im SPD-Vorstand einen entsprechenden Vorschlag des Sprechers der Ost-Abgeordneten im Bundestag, Stephan Hilsberg, mit einem Scherz zurückgewiesen, hieß es in Teilnehmerkreisen. Er stehe auch als Staatssekretär nicht zur Verfügung, wurde Schröder zitiert.
Nach Informationen des "Tagesspiegels" sagte der Kanzler im SPD-Führungsgremium: "Da gibt es welche, die wollen mich als Vizekanzler - vielleicht demnächst auch noch als Staatssekretär!" Zugleich habe Schröder erklärt, es sei für ihm nicht zumutbar, "Verhandlungsmasse" in den Gesprächen mit der Union zu sein.
Hilsberg hatte sich dafür ausgesprochen, Schröder zur Mitarbeit in einer großen Koalition zu gewinnen, auch wenn er nicht Regierungschef bleibt. Er gebe einen guten Vizekanzler ab, sagte Hilsberg der Chemnitzer "Freien Presse". Auf keinen Fall sollte im weiteren Verlauf der Verhandlungen auf Schröder verzichtet werden, worauf es offenbar der Union ankomme.
(apa/red)
