Freitag, 7. Oktober 2005

Anschlag auf Moschee in Pakistan: Acht Menschen sterben bei Angriff Bewaffneter

  • Mindestens 18 weitere Gläubige wurden dabei verletzt
  • Sekte immer wieder Ziel von Extremisten-Angriffen

Bei einem Anschlag auf eine Moschee sind in der pakistanischen Stadt Mandi Bahauddin mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben wurden 18 Gläubige verletzt, vier davon schwer, als Bewaffnete die Moschee angriffen. Die Hintergründe des Attentats in der Stadt rund 220 Kilometer südlich der Hauptstadt Islamabad seien noch völlig unklar, sagte ein Polizeisprecher.

Die Gläubigen in der Moschee gehörten der Ahmadiyya-Gemeinschaft an, einer islamischen Strömung, die 1974 vom pakistanischen Staat als unislamisch eingestuft wurde.

Die Sekte ist immer wieder Ziel von Attacken religiöser Extremisten. Bahauddin liegt etwa hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Islamabad. Der Angriff am zweiten Tag des Fastenmonats Ramadan fällt mit dem zweiten Todestag des sunnitischen Extremistenführers Azam Tariq zusammen, der im Oktober 2003 in der Nähe von Islamabad erschossen wurde. (apa)

7.10.2005 08:17