Prozess gegen Saddam Hussein: Wird das Verfahren gegen Ex-Diktator verschoben?
- Großbritannien rechnet mit Termin nach den Wahlen
- Gründe: Sicherheit im Gerichtssaal & Zeugenschutz
·Irak: 25 Menschen bei Anschlag getötet
Terrorakt ereignete sich am 1. Tag des Ramadans
Der Prozess gegen den früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein könnte möglicherweise auf einen Termin nach den für Dezember geplanten Wahlen verschoben werden. Eine Verschiebung könne aus logistischen Gründen notwendig werden, sagte ein ranghoher Vertreter Großbritanniens am Mittwoch in London. Manche Vorbereitungen seien noch nicht getroffen worden.
Unter anderem fehlten bislang schusssichere Scheiben für den Gerichtssaal und geeignete Zeugenschutzprogramme. Nach bisheriger Planung soll der Prozess vor einem Sondertribunal in Bagdad am 19. Oktober beginnen.
Dem irakischen Ex-Machthaber werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verstöße gegen irakisches Recht zur Last gelegt. In dem ersten Verfahren geht es exemplarisch um ein Massaker in dem Schiitendorf Dudschail im Jahr 1982. Bei einer Verurteilung droht Saddam Hussein die Todesstrafe. (apa)
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