Mittwoch, 5. Oktober 2005

Am 1. Tag des Ramadans: Mindestens 25 Menschen bei Anschlag auf Moschee getötet

  • Weitere 87 Personen wurden bei Terrorakt verletzt

Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee südlich von Bagdad sind am Mittwoch mindestens 25 Menschen getötet worden. Weitere 87 wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Der Sprengsatz detonierte vor dem Eingang der Moschee in Hilla, als sich die Gläubigen am ersten Tag des Ramadans zum Abendgebet versammelten.

Erst vor fünf Tagen waren in Hilla bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt zehn Menschen getötet worden. Die Gruppe Al Kaida im Irak hatte ihre Anhänger vor dem Ramadan, der für die Sunniten schon am Dienstag begann, zu Anschlägen und Attentaten gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit aufgerufen.

Das irakische Parlament verwarf unterdessen nach internationaler Kritik eine geplante Änderung der Abstimmungsregeln, die der sunnitischen Minderheit eine Ablehnung der Verfassung beim Referendum nächste Woche nahezu unmöglich gemacht hätte. Die von Schiiten und Kurden dominierte Nationalversammlung verwarf die Pläne der Regierung am Mittwoch mit 119 zu 28 Stimmen. Die Vereinten Nationen und die USA begrüßten den Rückzieher. (apa/red)

5.10.2005 21:10