Mittwoch, 5. Oktober 2005

Oberstes US-Gericht berät über Sterbehilfe:
Weitreichende Folgen nach Urteil erwartet

  • Bisher ist Euthanasie nur im Staat Oregon legalisiert
  • Auch andere Bundesstaaten überlegen Einführung

Das Oberste Gericht der USA wird sich ab Mittwoch mit der Sterbehilfe befassen. Zu entscheiden hat das Gericht unter seinem neuen Vorsitzenden John Roberts über ein Gesetz im Bundesstaat Oregon. Als einziger US-Staat hat Oregon die Sterbehilfe legalisiert, jedoch unter strikten Auflagen. So muss der Patient seinen Todeswunsch zwei Mal mündlich und einmal schriftlich vorgebracht haben.

Sollte das Gesetz vom Obersten Gericht gebilligt werden, wollen es andere Staaten übernehmen. Die Entscheidung wird erst in einigen Monaten erwartet. Der Streit um die Sterbehilfe war in den USA zuletzt durch den Fall von Terri Schiavo angeheizt worden. Die Komapatientin war im März gestorben, nachdem die Lebens erhaltende Magensonde entfernt wurde.
(apa)

5.10.2005 07:59