Kündigungswelle in New Orleans: Nach dem Hurrikan hat Stadt kaum noch Einnahmen
- Bürgermeister: 3.000 Angestellte verlieren ihren Job
- PLUS: Bush kündigt weitreichende Hilfe für Opfer an
·Katrina: Suche nach
Opfern eingestellt
Hurrikan-Schaden auf 600 Mio. Dollar geschätzt
·Bis zu 2.000 Tote bei Mittelamerika-Sintflut
Guatemala: 1.400 Tote bei Erdrutsch. Plus: Bilder
Die Stadt New Orleans muss fünf Wochen nach dem Hurrikan "Katrina" 3.000 Angestellte entlassen. Bürgermeister Ray Nagin erklärte am Dienstag (Ortszeit), er sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, weil die Stadt nach dem Hurrikan kaum noch Einnahmen habe.
Bei Polizei und Feuerwehr würden keine Stellen gestrichen, betonte Nagin. Die Entlassung von rund der Hälfte der städtischen Angestellten werde die monatlichen Personalausgaben von derzeit 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) um fünf bis acht Millionen Dollar senken.
Bush kündigt wegen Hurrikan-Kosten Budgetkürzungen an
In Anbetracht der hohen Kosten für die Wiederaufbauarbeiten in den Hurrikan-Gebieten hat US-Präsident George W. Bush Kürzungen im Bundesbudget angekündigt. Die Regierung in Washington werde ihrer Verantwortung für die Menschen an der Golfküste nachkommen, sie müsse jedoch auch ihre Grenzen erkennen, sagte Bush am Dienstagabend im Weißen Haus.
Es gelte, den Wiederaufbau "auf finanzpolitisch verantwortliche Weise" zu finanzieren. Der Kongress müsse deshalb durch Ausgabenkürzungen so viel Geld wie möglich für die Hurrikan-Gebiete zur Verfügung stellen. In Frage kämen Einschnitte bei Haushaltsposten, die nicht zu den sicherheitsrelevanten Bereichen gehörten.
Letztlich werde sich das Katastrophengebiet jedoch vor allem durch die Leistungen der Privatwirtschaft wieder erholen, betonte Bush. Aus diesem Grunde werde die Regierung vor Ort Investitionsanreize schaffen.
Mitarbeiter von Callcenter des Betrugs beschuldigt
Neun Kalifornier müssen sich wegen Unterschlagung von Hilfsgeldern für Opfer des Hurrikans "Katrina" vor Gericht verantworten. Bei den Beschuldigten handle es sich um vier Mitarbeiter eines Callcenters des Roten Kreuzes und deren Komplizen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Das Callcenter in Bakersfield nahm Anrufe von Hurrikan-Opfern entgegen und prüfte, ob diese finanzielle Unterstützung erhalten sollten. Wenn ja, erhielten sie eine Identifikationsnummer zugeteilt, mit der sie einen Scheck bei der Western Union Bank abholen konnten. Die vier beschuldigten Mitarbeiter teilten nach Angaben der Staatsanwaltschaft ihren fünf Komplizen Nummern zu, mit denen diese sich unberechtigt Geld abholten.
(apa)
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