Dienstag, 4. Oktober 2005

Bombenanschlag in irakischer Hauptstadt Bagdad: Mindestens zwei Menschen getötet

  • Weitere vier Personen wurden verletzt
  • Brite bei Najaf unter Terrorverdacht festgenommen

Bei einem Autobombenanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstag nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Explosion innerhalb der hoch gesicherten so genannten Grünen Zone verletzt worden.

Den Angaben nach detonierte das Fahrzeug, als es von Soldaten an einem der Kontrollpunkte durchsucht wurde. In der "Grünen Zone" befinden sich die irakische Regierungszentrale und die Botschaften der USA und Großbritanniens. Bei den Opfern soll es sich um irakische Soldaten handeln.

Die US-Streitkräfte im Irak haben am Dienstag eine neue Offensive gegen die Aufstandsbewegung eingeleitet. Schwerpunkt waren drei Städte am Euphrat in der westlichen Region Anbar.

Irakische Grenzbeamte haben einen britischen Staatsbürger unter Terrorismusverdacht festgenommen. Der Brite Colin Peter sei mit neun Irakern in der Provinz Najaf an der Grenze zu Saudiarabien festgenommen worden, sagte Grenzpolizei-Sprecher Saadoun al-Jaaberi am Dienstag in Najaf. Die Festgenommenen hätten eine "terroristische Vereinigung" gebildet. Ihre Ausrüstung umfasste demnach Kalaschnikow-Gewehre, ein Satellitentelefon und ein satellitengestütztes Ortungssystem. Ein britischer Armeesprecher bestätigte die Festnahme. Das Londoner Außenministerium sei mit dem Fall befasst.
(apa)

4.10.2005 13:39