Dienstag, 4. Oktober 2005

7.000 Freiwillige fehlen: US-Armee kann
weniger Rekruten als geplant anwerben

  • Jetzt sollen Geldprämien junge Amerikaner locken
  • Stärke der US-Streitkräfte liegt jetzt bei 494.000

Die US-Armee hat Schwierigkeiten bei der Rekrutierung neuer Soldaten. In diesem Jahr bleibt die Zahl der Neuzugänge acht Prozent hinter den Vorgaben zurück, wie der stellvertretende Generalstabschef Richard Cody am Montag (Ortszeit) in Washington mitteilte. Bis zum 30. September seien etwas mehr als 73.000 Rekruten angeworben worden; geplant waren 80.000. Damit werde das Ziel verfehlt, die US-Streitkräfte auf 502.000 Soldaten aufzustocken. Die Stärke werde nun bei etwa 494.000 liegen.

Derzeit bilden die US-Streitkräfte zehn neue Kampfbrigaden und erhöhen die Zahl ihrer kämpfenden Einheiten von 315.000 Soldaten um mindestens 30.000. General Cody sagte, trotz der fehlenden Rekruten laufe der Aufbau der neuen Brigaden planmäßig. Die Armee reagiert auf die fehlenden Bewerbungen, indem sie die Anforderungen für die Einstellungstests herunterschraubt. Auch sollen neue Anreize etwa in Form von Geldprämien geschaffen werden.(apa/red)

4.10.2005 11:43