Mittelamerika von schweren Unwettern heimgesucht: Bis zu 2.000 Tote befürchtet
- Allein 1.400 Tote bei Erdrutsch in Guatemala
- BILDER: Stan richtet Verwüstungen in Guatemala an
·BILDER: Hurrikan Stan über Guatemala
Sturm bringt Verwüstung und unermessliches Leid
·Tropensturmrekord von 1933 wackelt!
Heuer wurden schon zehn
Hurrikans verzeichnet
Die Regenfälle in Mittelamerika und Südmexiko haben auch am Wochenende nicht nachgelassen und die Lage in den Katastrophengebieten weiter erschwert. Die Zahl der Todesopfer wird möglicherweise auf bis zu rund 2.000 steigen, da in Guatemala eine Schlammlawine rund 1.400 Menschen begraben haben soll. Diese Berichte wurden offiziell aber nicht bestätigt.
Bisher wurden offiziell insgesamt weit mehr als 600 Tote aus den Katastrophengebieten bestätigt, Hunderte weitere werden vermisst. Auch am Wochenende regnete es ununterbrochen in den Katastrophengebieten. Hilfslieferungen gelangten nur langsam zu den Not leidenden Menschen.
Guatemala wurde, wie sich immer mehr herausgestellt hat, am schwersten von der Flut getroffen. Bei dem bisher größten Erdrutsch in dem Dorf Panabaj östlich von Guatemala-Stadt wurden laut Berichten in den regionalen Medien möglicherweise rund 1.400 Menschen verschüttet.
Der Chef des nationalen Katastrophenschutzes, Hugo Hernandez, sagte am Sonntag auf Anfrage lediglich, in Guatemala gebe es 519 bestätigte Todesfälle. Alles weitere sei unverantwortliche Spekulation. Indessen lag die Zahl der Toten nach Berechnungen der Bürgermeister aus dem Grenzgebiet Guatemalas mit Mexiko um 285 über der offiziell angegebenen Zahl von 519 Toten in Guatemala, also bei 804.
Auch in den südmexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Veracruz, Oaxaca und Tabasco werden noch immer viele Menschen vermisst. Tausende Häuser sind zerstört, Zehntausende beschädigt, Straßen und Brücken sowie Eisenbahnlinien sind unterspült. Das von Überschwemmungen und einem Vulkanausbruch heimgesuchte El Salvador war am Freitag zusätzlich von einem starken Erdbeben erschüttert worden. In El Salvador kamen nach bisher letzten Mitteilungen etwa 80 Menschen ums Leben.
(apa/red)
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