Konsequenzen nach der Steiermark-Wahl: Die FPÖ macht jetzt erschlankt weiter!
- Kündigungen: 29 Mitarbeiter müssen Partei verlassen
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Die Weichen für die Zeit danach hat die steirischen FPÖ am Dienstagabend gestellt: Landesobmann Leo Schöggl, der die Vertrauensfrage stellte, bleibt im Amt, der Parteiapparat wird massiv redimensioniert. 29 Mitarbeiter in der Landeszentrale und in den Bezirksstellen werden unter Einhaltung der Fristen ehebaldigst gekündigt. "Alle Ansprüche werden abgegolten, wir werden die Kündigungen über Kontakte so gut es geht abzufedern versuchen", so Schöggl am Mittwoch.
Schöggl selbst hatte nach einigem innerparteilichen Rumoren im Vorstand die Vertrauensfrage gestellt, zu einer Abstimmung sei es aber nicht gekommen, weil kein diesbezüglicher Antrag gestellt worden sei, erklärte der Obmann im APA-Gespräch. Einig war man sich in den unmittelbaren Konsequenzen aus dem Nicht-Einzug in den Landtag und dem Versiegen der Parteienförderung: Mit dem vorhandenen "Minibudget", das sich nur noch aus Mitgliedsbeiträgen speise, könne man sich gerade noch ein kleines Büro und eine Halbtagskraft leisten, so Schöggl. Das bisherige Hauptquartier am Griesplatz in Graz wird bis Jahresende aufgegeben, voraussichtlich werde man in ein bereits für RFS und RFJ gemietetes Büro in der Schmiedgasse übersiedeln.
Wichtig sei, dass keine Überschuldung gegeben sei, betonte Schöggl. Die Bezirke seien aufgerufen, die Strukturen so weit aus eigener Kraft möglich, aufrecht zu erhalten, "von der Landesorganisation gibt es keine Zuwendungen mehr".
Leo Schöggl selbst, bis zur Angelobung der neuen Regierung noch Zweiter Landeshauptmannstellvertreter, geht zum "Technischen Überwachungsverein" zurück, bei dem er wegen seines politischen Mandats karenziert war. "Ich habe mich schon dienstbereit gemeldet." In welchen Bereichen genau und ob überhaupt in der Steiermark sein künftiger Arbeitsbereich liegen werde, sei noch offen, so der FPÖ-Landesobmann.
(apa/red)
