Verluste bei Wahl im Burgenland: Zweites Minus für die Grünen seit dem Jahr 2000
- Wählerschwund aber geringer als in Steiermark
Keine Ausnahme war das Minus bei der Steiermark-Wahl für die Grünen. Sie haben auch bei der burgenländischen Landtagswahl Stimmen verloren - wenngleich in wesentlich geringerem Ausmaß als vor einer Woche. Das war das zweite Minus seit 2000. Und ebenso wie in der Steiermark schafften die Grünen das Ziel, Drittstärkste zu werden, auch im Burgenland nicht. Die seit 2000 anhaltende Periode ständiger Zuwächse bei allen Landes- und Bundeswahlen ist beendet.
Immerhin blieben die Grünen im burgenländischen Landtag, in den sie erst bei der vorigen Wahl eingezogen waren. Aber sie verloren einige - 102 - Wähler. Was freilich nur ein Prozent Wählerschwund gegenüber 2000 bedeutet. In der Steiermark waren es immerhin zwölf Prozent, die sich verabschiedeten.
In allen anderen Wahlen unter der schwarz-blauen Bundeskoalition haben die Grünen - meist sehr deutlich - zugelegt. In der ersten Landtagswahlrunde nach 2000 konnten die Grünen die Zahl ihrer Wähler um mehr als 50 Prozent steigern. In drei Bundesländern - Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol - schafften sie es, vor der FPÖ den dritten Platz zu erringen. In Oberösterreich gibt es seit der Wahl 2003 sogar die erste schwarz-grüne Regierung.
Der Aufstieg wurde durch die beiden ersten Landtagswahlen der zweiten Runde nach 2000 gebremst. Im Burgenland schafften sie es nicht, die FPÖ zu überholen. Das war ihnen zwar in der Steiermark gelungen. Aber dort liegt jetzt die KPÖ auf Platz 3 vor den Grünen.
Das vor der Steiermark-Wahl letzte Minus für die Grünen hatte es am 19. September 1999 bei der Landtagswahl in Vorarlberg gegeben (minus 1,73 Prozentpunkte auf 6,03 Prozent)ein. Was bei der Wahl 2004 mit 10,17 Prozent aber wieder mehr als kompensiert wurde. Auch bei den März-Wahlen des Jahres 1999 in Tirol und Salzburg verloren die Grünen Stimmenanteile - und in beiden Ländern legten sie bei den Wahlen im Vorjahr wieder zu.
(apa)
