Sonntag, 9. Oktober 2005

Wählerstromanalyse für Burgenland-Wahl: SP konnte Anhänger am besten mobilisieren

  • FP verlor stark an VP, frühere Nichtwähler für SP
  • Viele Grün-Wähler blieben Wahl diesmal fern

Der SPÖ ist es bei der burgenländischen Landtagswahl mit Abstand am besten gelungen, ihre Wähler, die schon im Jahr 2000 rot gewählt haben, zu behalten. Das zeigt eine Wählerstromanalyse der burgenländischen Landes-EDV. Interessant: Die FPÖ verlor sehr stark an die ÖVP. Und: Frühere Nicht-Wähler haben diesmal sehr oft die SPÖ gewählt.

Die Zahlen im Detail: Fast 95 Prozent der früheren SP-Wähler haben auch diesmal rot gewählt, knapp über fünf Prozent sind diesmal nicht zur Wahl gegangen oder haben ungültig gewählt. Umgekehrt haben über 20 Prozent der Nicht-Wähler des Jahres 2000 diesmal die SPÖ von Landeshauptmann Hans Niessl gewählt. Drei Viertel der Nicht-Wähler des Jahres 2000 sind auch diesmal nicht zur Wahlurne geschritten.

Die ÖVP konnte zwar mit fast 95 Prozent auch viele Wähler des Jahres 2000 halten, verlor aber immerhin 3,9 Prozent an die SPÖ. Ihrerseits konnte sie von den vielen ehemaligen FP-Wählern profitieren, die diesmal auf dem "Markt" waren. 25 Prozent der Ex-Blauen wählten diesmal schwarz, knapp 52 Prozent wählten neuerlich die FPÖ und über 20 Prozent gingen nicht zur Wahl oder wählten ungültig.

Die Grünen konnten ihre Stammwähler nur zu 70 Prozent halten. Sie verloren zwar kaum an andere Parteien, über 25 Prozent verweigerten diesmal aber den Wahlgang.

(apa/red)

9.10.2005 19:47