Wahl der Rekorde im Burgenland: SPÖ fährt größtes Plus ein, FP mit schlimmstem Minus
- Erstmals mehr als 100.000 Stimmen für eine Partei
Zwei Rekorde gab es bei der Landtagswahl im Burgenland: Die SPÖ fuhr das größte je im Land lukrierte Plus ein, die FPÖ das größte Minus. Ein weiterer Rekordwert ist die absolute Stimmenzahl der SPÖ: Erstmals hat eine Partei im Burgenland mehr als 100.000 Stimmen bekommen - und das laut vorläufigem Endergebnis ganz knapp mit 100.001.
Nicht überboten hat die SPÖ den bisherigen Beststand im Lande. Die Marke von 53,22 Prozent setzte sie selbst im Jahr 1982, der bis heute letzten Wahl, wo sie eine Absolute geschafft hatte. Zwar keinen Rekordwert, aber immerhin den ersten Zuwachs seit 1956 schaffte die ÖVP. Die frühere Landeshauptmann-Partei hat damit in den bisher 15 Landtagswahlen im Burgenland insgesamt nur drei Mal zugelegt.
Bei den Plus- und Minusrekorden haben SPÖ und FPÖ die Plätze getauscht: Bisher war die SPÖ die Partei, die das größte Minus (5,89 Prozentpunkte im Jahr 1987) einstecken musste - und die FPÖ hielt bisher mit 4,81 Prozentpunkten im Jahr 1996 den Zuwachs-Rekord.
Die FPÖ hat zwar das größte Minus der Zweiten Republik im Lande eingefahren. Dennoch rutschte sie nicht auf den Stand vor der Ära Haider ab: Damals war sie mit 2,97 Prozent (1982) gar nicht im Landtag vertreten. Schon in der ersten Wahl unter Bundesparteiobmann Jörg Haider, im Jahr 1987, lag die FPÖ mit 7,31 Prozent aber besser als heute.
Auch für die Grünen war das Burgenland ein hartes Pflaster. Erst bei ihrem vierten Antritt im Jahr 2000 schafften sie mit 5,49 Prozent den Einzug in den Landtag. Und jetzt bescherte ihnen das Burgenland nach einer langen Serie von Erfolgen seit 2000 sogar das zweite Minus nach der Steiermark-Wahl in der Vorwoche.
