Nach Burgenland-Wahl: Fünf Bundesländer werden mit absoluten Mehrheiten regiert!
- Absolute nach Stimmen: NÖ, Vorarlberg & Burgenland
- Absolute Mandatsmehrheiten in Wien und Tirol
·Absolute Mehrheiten in den Landtagen
Info-Grafik: Übersicht über die Bundesländer
·Burgenland-Wahl: SP holt absolute Mehrheit
Leichtes Plus für ÖVP, FP halbiert, Grüne schwächer
·Burgenland-Wahl: SPÖ schafft Absolute!
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NACHSCHAUEN: So hat Ihre Gemeinde gewählt
·Wahlbeteiligung im Burgenland gesunken
Nur 80,9% der Bürger schritten zu den Urnen
·Tschanigraben: SPÖ mit über 80 Prozent
VP legte in der kleinsten Gemeinde ganz leicht zu
Mit dem Wahlsieg der SPÖ im Burgenland wird künftig die Mehrheit der Bundesländer - fünf - mit absoluter Mehrheit regiert: Burgenland und Wien (S) sowie Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg (V). Das war (mit sechs Ländern) letztmals im Jahr 1991 der Fall, ehe die Absoluten in Oberösterreich und der Steiermark fielen. Im Burgenland konnte die SPÖ allerdings schon seit 1987 nicht mehr alleine regieren.
Mit den starken Zugewinnen der FPÖ in der Ära Haider verloren SPÖ und ÖVP in den 90er-Jahren ihre letzten Absoluten. Umgekehrt wuchs mit dem Niedergang der FPÖ seit dem Jahr 2000 wieder die Macht von ÖVP und SPÖ.
Im Burgenland hatte die SPÖ die Absolute schon 1987, ein Jahr nach Haiders Machtübernahme in der FPÖ, verloren. Das Burgenland ist übrigens das einzige Bundesland, in dem sowohl ÖVP als auch SPÖ in der Zweiten Republik schon mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichten: Zunächst, von 1945 bis 1953, die ÖVP, dann von 1968 bis 1972 und von 1977 bis 1987 die SPÖ.
In Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg und Wien regierten ÖVP bzw. SPÖ von 1945 durchgehend bis in die 90er-Jahre mit absoluten Mehrheiten. Der erste, der nach der Ära Haider die 1996 verlorene Absolute zurückeroberte, war der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) 2001 in Wien: Die SPÖ bekam dort mit 46,91 Prozent 52 der 100 Mandate. Bei der Wiener Wahl in zwei Wochen hat die SPÖ laut Umfragen gute Chancen, auch mehr als 50 Prozent der Stimmen zu bekommen.
In Niederösterreich hatte die ÖVP zwei Perioden lang nur die relative Mehrheit, bis sie unter LH Erwin Pröll im März 2003 wieder auf 53,29 Prozent bzw. 31 der 56 Mandate kam. Im September 2003 konnte die Tiroler ÖVP unter Herwig van Staa die 1999 verlorene Absolute zurückerobern - mit 49,89 Prozent und 20 der 36 Mandate. Ebenfalls nach einer Periode mit relativer Mehrheit kam die Vorarlberger ÖVP unter LH Herbert Sausgruber im September 2004 wieder auf 54,92 Prozent (21 der 36 Mandate).
Seit der Steiermark-Wahl vergangenen Sonntag stellen zwar ÖVP und SPÖ gleich viele Landeshauptleute. Aber bei den Absoluten hat die ÖVP mit drei zu zwei Ländern die Nase vorne; nur in Oberösterreich hat die ÖVP weder 50 Prozent der Stimmen noch der Mandate. Die SPÖ hat jetzt wieder in den beiden roten Kernländern die Absolute, nicht aber in den neu von der ÖVP eroberten Ländern Salzburg und Steiermark. (apa/red)
