Burgenländischer Wahlkampf ist offiziell
zu Ende: Letzte Kundgebungen vor Sonntag
- Parteien demonstrieren Optimismus vor der Wahl
- Botschaften werden noch einmal kräftig verkündet
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Mit den letzten Pressekonferenzen und Kundgebungen ging der Wahlkampf für die burgenländischen Landtagswahlen offiziell zu Ende. Inoffiziell wird freilich auch noch um jede Wählerstimme gekämpft. Bei ihren Bilanzen demonstrierten die Parteien nochmals Optimismus und versuchten, ihre Botschaften, die seit Wochen getrommelt werden, nochmals an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.
SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl lud mit seinen Regierungsmitgliedern und dem "Team Burgenland" ins "Haydnbräu" in Eisenstadt und bekräftigte, am Sonntag das 18. Mandat (von 36) erreichen zu wollen, "was der größte Wahlerfolg seit 20 Jahren" wäre. In den Umfragen wird der SPÖ freilich sogar noch mehr zugetraut. Auch wenn der Wahlkampf von zahlreichen gegenseitigen Attacken geprägt war, will der Landeshauptmann nach der Wahl mit allen Landtagsparteien reden. Er möchte Gesprächsrunden nach der Größe der Parteien abhalten.
110.000 ÖVP-Kugelschreiber
Die ÖVP, die in den letzten fünf Wochen laut eigenen Angaben 110.000 Kugelschreiber ausgeteilt und 4.000 Kilometer zurückgelegt hat, warb nochmals mit ihrem Programm "Pannonischer Lebensraum". Spitzenkandidat Franz Steindl möchte das Ergebnis von vor fünf Jahren (35,3 Prozent) verbessern und die SP-Absolute verhindern. Landesrätin Michaela Resetar sprach sich für mögliche Einsparungen in der Verwaltung des Landesschulrates aus.
Unterstützung von Bundes-FP
Die FPÖ hielt ihre Abschluss-Pressekonferenz zwar schon am Donnerstag ab, die Botschaften wurden freilich bei einer Kundgebung in der Eisenstädter Fußgängerzone nochmals wiederholt. Unterstützung gab es auch von Bundespartei-Chef Heinz Christian-Strache, der sich zwei Wochen nach Landeschef Johann Tschürtz in Wien einer Wahl stellen muss. Tschürtz kritisierte vor den Passanten den Proporz im Land, Strache holte zu einem Rundumschlag bei Bundes- und EU-Themen aus. Er hofft auf sechs bis acht Prozent für die Freiheitlichen im Burgenland.
Die Grünen erklärten ihren Wahlkampf dann am Abend für beendet. Ihre Abschlusskundgebung fand im "haus im puls" in Neusiedl am See statt. Spitzenkandidatin Grete Krojer durfte sich dabei über die Unterstützung von Bundessprecher Alexander Van der Bellen freuen. (apa/red)
