Steirische Eiche zieht um: Schwarzenegger-Museum an rumänischen Manager verkauft
- Grazer Ausstellung wurde Ende August geschlossen
- Arnie selbst hat noch Hand an einige Stücke gelegt
Das Fitness-Center im Arnold Schwarzenegger-Stadion musste bereits Ende August aus wirtschaftlichen Gründen zusperren. Nun wird auch noch das daran angeschlossene Schwarzenegger-Museum verkauft. Ein Großteil der Erinnerungsstücke der steirischen Eiche über seine Anfänge als Bodybuilder zieht dieser Tage nach Rumänien um.
Ein rumänischer Großindustrieller mit steirischen Wurzeln will in der Kleinstadt Oravita - rund 120 Kilometer südwestlich von Temesvar - ein Schwarzenegger-Museum einrichten. Der Unternehmer, der in seinem Weg vom armen Buben zum reichen Mann in Arnold Schwarzenegger ein Vorbild sieht, hat schon die von einem obersteirischen Bildhauer geschaffene Schwarzenegger-Edelstahl-Büste um 50.000 Euro erworben.
"Die Geräte haben wir in den sechziger Jahren angefertigt, und bei vielen hat der Arnold noch selbst Hand angelegt", erzählte der ehemalige Trainer von Schwarzenegger, Kurt Marnul, aus dem Nähkästchen. Arnie habe nie etwas gepasst, alles musste breiter oder höher sein. Um Mietschulden für sein Studio bezahlen zu können, muss auch Marnul Teile seiner Sammlung verkaufen. "Da sich bei uns ja kaum jemand dafür interessiert, bin ich froh, dass die Sachen jetzt wenigstens hunderte Kilometer von Graz entfernt in Rumänien zu Ehren kommen", so Marnul wehmütig. (apa/red)
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