Absage erteilt: Ioan Holender hat Angebot zur Leitung der Volksoper ausgeschlagen!
- Direktor sollte Staats- und Volksoper parallel leiten
Der Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, hat ein offizielles Angebot, nach dem Rückzug von Volksoperndirektor Rudolf Berger 2007 parallel zur Staatsoper die Leitung der Volksoper zu übernehmen, abgelehnt. "Nein, ich übernehme die Volksoper nicht", so Holender, der "offiziell gefragt" worden sei. Holender hält eine Zusammenführung der beiden Häuser jedoch für sinnvoll. "Aber nicht mehr unter meiner Führung", sagte Holender.
Diese Variante, dass die Volksoper vom Staatsoperndirektor mitgeleitet wird, war bald nach der Ankündigung Bergers, seinen Vertrag nur bis 2007 erfüllen zu wollen, ins Spiel gebracht worden. Holender hatte bereits in den 1990er Jahren beide Häuser geleitet.
Der Staatsoperndirektor begründet seine Ablehnung damit, dass "die Voraussetzungen, was den Ablauf und die gesetzlichen Möglichkeiten betrifft, nicht gegeben sind": "Wenn ich es gemacht hätte, hätte es dramatische Maßnahmen gegeben", so Holender in der Tageszeitung "Kurier". "Die Volksoper kann es sich nicht leisten, ein Garten für weiße Elefanten zu sein."
Holender verstehe nicht, "warum Berger noch ein Jahr bleibt", denn "ohne Motivation, ohne Zukunftsperspektiven weiterzumachen, hat doch keinen Sinn". Das Volksopern-Budget hält Holender für ausreichend, jedoch seien die Karten-Einnahmen des Hauses im vergangenen Jahrzehnt um ein Drittel zurückgegangen.
(apa)
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