Die blauen Abspaltungen gehen weiter: Nun gründen auch Welser FPÖ einen neue Partei
- Nicht sehr originell: Nennt sich "Welser Freiheitliche"
- "Zustand der FP in OÖ für viele von uns unerträglich"
Die Welser FPÖ will eine neue, von FP und BZÖ unabhängige Partei gründen. "Der Zustand der Freiheitlichen Partei in Oberösterreich ist für viele von uns unerträglich geworden", so Stadtrat Bernhard Wieser. Die Abspaltung sei mit nur einer Gegenstimme beschlossen worden.
Das berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Mittwoch-Ausgabe. "Wir legen unsere Funktionen in der Landes-FP zurück und schicken auch keine Delegierten zum Landesparteitag", erklärte Andreas Rabl, Fraktionschef der künftigen "Welser Freiheitlichen" und BZÖ-Proponent, gegenüber den OÖN. Er hätte sich wie andere BZÖ-Sympathisanten bis zum Wochenende zwischen Blau und Orange entscheiden müssen.
Der neue oberösterreichische freiheitliche Landesparteiobmann Lutz Weinzinger hatte erst gestern, Dienstag, im Gespräch mit der APA erklärt, dass er einer Zusammenarbeit von FPÖ und BZÖ nicht viel abgewinnen könne: "Es wurde zu viel Geschirr zerschlagen." Eine gemeinsame Liste bei einer Wahl könne er sich "nur sehr schwer" vorstellen. Isolde Brunmair, Sprecherin des BZÖ in Oberösterreich, sei nach eigener Aussage einzig zu einer Kooperation mit dem Freiheitlichen Landtagsklub bereit. Weinzingers Vorgänger als Landesparteichef, Klubobmann Günther Steinkellner, spricht sich genauso wie der oberösterreichische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Max Walch weiter für eine Zusammenarbeit zwischen FPÖ und BZÖ aus.
(apa)
