Traditionsreiche Auszeichnung: Österreicher Gert Jonke erhält Kleist-Preis
- Verleihung am 20. November in Berlin
- Jürgen Flimm hält Laudatio

Der österreichische Schriftsteller Gert Jonke erhält den diesjährigen Kleist-Preis. Die mit 20.000 Euro dotierte traditionsreiche Auszeichnung werde am 20. November in Berlin an Jonke als einen der bedeutendsten Schriftsteller Österreichs verliehen. Das berichtete am Dienstag der Präsident der Heinrich-von- Kleist-Gesellschaft, der Kölner Literaturprofessor Günter Blamberger. Die Laudatio hält der Intendant der RuhrTriennale und künftige Leiter der Salzburger Festspiele, Jürgen Flimm.
Der 1946 in Klagenfurt geborene Jonke habe bereits zahlreiche Preise für seine Romane, Erzählungen, Schauspiele, Hörspiele und Drehbücher erhalten, darunter etwa den Franz-Kafka-Literaturpreis oder den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur (2002). Zu seinen großen Werken gehören "Geometrischer Heimatroman", "Schule der Geläufigkeit" oder "Chorphantasie". Im September wurde im Wiener Akademietheater sein neues Stück Stück "Die versunkene Kathedrale" uraufgeführt.
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts waren etwa Bertolt Brecht und Robert Musil mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden, nach dessen Wiederbegründung 1985 Heiner Müller, Ernst Jandl, Herta Müller oder zuletzt Emine Sevgi Özdamar. Das Preisgeld stammt von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, aus Bundes- sowie Landesmitteln Berlins und Brandenburgs.(apa/red)
