Dienstag, 4. Oktober 2005

Serie schwerer Verkehrsunfälle in Kärnten:
Großeinsatz für Rettungskräfte wegen Regen

  • Pkw krachte mit rund 130 km/h gegen Tunnelwand
  • Pkw von Mure mitgerissen: Lenkerin unverletzt

Eine Serie spektakulärer Unfälle hat sich in der Nacht auf Dienstag auf Kärntens regennassen Straßen ereignet. Auf der Klagenfurter Nordumfahrung krachte ein Pkw mit rund 130 km/h gegen eine Tunnelwand, zuvor war auf diesem Autobahnabschnitt schon ein spanischer Sattelschlepper verunglückt. Die Tauernautobahn war nach dem Unfall eines deutschen Milchtransporters stundenlang gesperrt, auf einer Landesstraße in der Gemeinde Oberdrauburg wurde ein Auto von einer Mure erfasst.

Der 25-jährige Klagenfurter, der auf der Nordumfahrung von Klagenfurt offenbar ungebremst gegen einen Aufpralldämpfer beim Portal des Ehrentalerbergtunnel geprallt war, erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Sein Auto war nach dem Crash auf die Überholspur geschleudert worden, wo es total beschädigt liegen blieb. Laut Polizeiangaben hatte der junge Mann einen Streit mit seiner Ex-Freundin gehabt, bevor er mit dem Auto wegfuhr.

Einige Stunden zuvor war im Ehrentalerbergtunnel ein mit Autos beladener spanischer Sattelschlepper ins Schleudern geraten, das Schwerfahrzeug wurde daraufhin rechts und links gegen die Tunnelwand geschleudert und schwer beschädigt. Auch die vier geladenen Pkw wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der 48-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt, der Tunnel war wegen der Aufräumungsarbeiten mehr als vier Stunden gesperrt.

Ein 23-jähriger Kraftfahrer aus Deutschland geriet am späten Montagabend mit seinem Sattelschlepper, beladen mit rund 22 Tonnen Milchprodukten, auf der Tauernautobahn im Baustellenbereich bei Gmünd (Bezirk Spittal/Drau) rechts von der Fahrbahn ab und fuhr auf die dortige Leitschiene auf. Dabei wurde eine Verbindungsleitung zwischen den beiden Treibstofftanks beschädigt und rund 300 Liter Diesel flossen ins Erdreich. Auch die Ölwanne wurde beschädigt, etwa 40 Liter Motoröl traten aus.

Die Feuerwehr Gmünd war mit rund 30 Mann im Einsatz, um das verschmutzte Erdreich abzugraben. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten dauerten bis zum frühen Vormittag. Bis dahin war die A 10 zwischen Gmünd und Seeboden in Fahrtrichtung Villach für den gesamten Verkehr gesperrt, eine Umleitung gab es über die Katschberg Bundesstraße.

Dienstag gegen 5.00 Uhr löste sich auf Grund der heftigen Niederschläge auf der Zwickenberger Landesstraße bei Zwickenberg (Bezirk Spittal/Drau) aus der etwa sechs Meter hohen Straßenböschung eine Mure. Ein in diesem Augenblick vorbei fahrender Pkw wurde von den Erdmassen erfasst und gegen die Leitschiene gedrückt. Die 22-jährige Lenkern überstand die Schrecksekunden unverletzt.(apa/red)

4.10.2005 09:13