Donnerstag, 29. September 2005

Saab ruft weltweit 300.000 Autos zurück: Zündungssystem ist überhitzungsgefährdet

  • Defekt führte zu Motorausfällen & einzelnen Bränden
  • In Österreich sind insgesamt 639 Fahrzeuge betroffen

Der schwedische Autohersteller Saab muss weltweit 300.000 Pkw der Baujahre 2000, 2001 und 2002 wegen Problemen bei der Zündung in die Werkstatt rufen. Wie der Pressechef von Saabs Mutterkonzern General Motors (GM) in Schweden, Örjan Aslund, am Donnerstag in der Zeitung "Göteborgs-Posten" bestätigte, sind alle Wagen mit Benzinmotoren aus den Baureihen 9-3 und 9-5 betroffen.

Ausgelöst wurde die Rückrufaktion durch Klagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wegen Überhitzung des Zündungssystems, was in etlichen Fällen zum Motorausfall bei laufender Fahrt sowie auch zu einzelnen Bränden geführt habe. Die Behörde hatte nach einer eigenen Untersuchung GM ausdrücklich zur Rückrufaktion aufgefordert. Aslund erklärte, es habe bei den Vorfällen in den USA keinen Personenschaden gegeben.

Österreich: 639 Fahrzeuge betroffen
Von der weltweiten Saab-Rückrufaktion sind in Österreich insgesamt 639 Fahrzeuge der Modelljahre 2000, 2001 und 2002 betroffen. Diese Zahl nannte eine Sprecherin von Saab Austria am Donnerstag auf Anfrage der APA. Die Fahrzeugbesitzer sollen im Laufe der nächsten Tage angeschrieben werden. Bei allen Autos mit Benzinmotoren aus den Baureihen 9-3 und 9-5 muss ein überhitzungsgefährdetes Zündungsmodul getauscht werden. Weltweit werden nach Angaben der Sprecherin 297.290 Fahrzeuge in die Werkstatt gerufen.(APA/red.)

29.9.2005 09:31