Viele Attraktionen in der Lipizzaner-Welt: Heimat der Pferde erstrahlt in neuem Glanz
- Fest am Samstag: 85 Jahre Lipizzaner in Piber
- Die Räumlichkeiten in Piber wurden renoviert

Die Heimat der Lipizzaner in Piber bei Köflach erstrahlt in neuem Glanz - aus dem bisherigen Bundesgestüt wird die "Lipizzaner-Welt Piber". Zahlreiche neue Attraktionen sollen sie zu einem touristischen Anziehungspunkt machen. Vorgestellt werden die neuen Projekte am Samstag im Rahmen eines großen "Lipizzanerfestes", mit dem "85 Jahre Lipizzaner in Piber" gefeiert werden.
Mit einem imposanten Einzug soll zum Auftakt dieses Festes nachgestellt werden, wie die weißen Pferde der spanischen Hofreitschule 1920 nach Piber gekommen sind. Um die Stimmung zu vertiefen, werden dazu alte Bilder auf einer Videowand gezeigt.
Einlauf der jungen Hengste
Nicht fehlen dürfen dann natürlich auch der Einlauf der jungen Hengste, die Kaiser- und die Viererquadrille und alles, was die hohe Kunst der Hofreitschule weltberühmt gemacht hat. Als Ehrengäste werden Vizekanzler Hubert Gorbach (B) und die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) erwartet.
Neue Attraktionen
Den Tourismus und damit auch die Einnahmen kräftig steigern wollen die Verantwortlichen mit einer Reihe von neuen Attraktionen, die ebenfalls am Samstag der Öffentlichkeit präsentiert werden. Am so genannten "Geburtenplatz" können Besucher nicht nur die jungen Fohlen bewundern, sondern mit ein bisschen Glück auch bei der Geburt eines Fohlens dabei sein. Die Stute wird dabei aber nicht gestört, sie ist durch eine Spiegelwand von den Besuchern getrennt. Fertig ist auch schon der neue Kinderspielplatz. Derzeit noch eine Baustelle ist hingegen die geplante Schauschmiede, an der man künftig zwei Mal pro Tag beobachten kann, wie ein Pferd beschlagen wird. An neuen Attraktionen wird es auch ein Kinderkino und einen neu gestalteten Shop geben.
Renovierte Räumlichkeiten
Präsentiert werden am Samstag auch die renovierten Räumlichkeiten des Schlosses. Dort sollen künftig auch Veranstaltungen verschiedenster Art wie Feiern, Hochzeiten oder Seminare stattfinden. Generell soll Piber als Ort der Begegenung, als Ort von Veranstaltungen, die nicht nur mit Lipizzanern in Verbindung stehen, positioniert werden. So sind etwa ein großes Erntedankfest oder Gespannturniere geplant. Neben Reitinteressierten will man vor allem auch Familien, Kulturinteressierte, Schulen und Vereine ansprechen, für die auch verschiedene Führungsmodule angeboten werden.
Investitionen von 600.000 Euro
Investiert wurden allein in die neue Infrastruktur 600.000 Euro und noch einmal so viel in das Marketing. Ziel ist es, die Besucherzahlen von 50.000 pro Jahr auf 120.000 zu steigern. Damit hofft man, die 2001 ausgegliederte Hofreitschule bis 2008 aus den roten Zahlen zu bringen. Heuer waren die Verluste von veranschlagten 2,7 auf 3,7 Millionen Euro gestiegen. Der Vertrag von Direktor Werner Pohl wurde nicht mehr verlängert, derzeit führt der zweite Geschäftsführer Armin Aigner das Traditionsunternehmen. (apa)
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