Umsatzrückgang bei Mobilfunker "One": Handyverkauf rückläufig, aber mehr Kunden
- Steigende User-Zahlen bei der Billigschiene "Yesss!"
- One-Boss Bang-Jensen mit Zahlen trotzdem zufrieden

·Handy-Telefonieren wird jetzt noch billiger
One-Chef rechnet mit baldigen Tarifsenkungen
·Ab 2007 gibt's keine Siemens-Handys mehr
Neueigentümer BenQ will die Marke bald einstellen
·Für 2010 3 Milliarden Handy-User erwartet
Schub durch Wachstums- märkte wie etwa Indien
Österreichs drittgrößter Mobilfunkbetreiber One hat im 1. Halbjahr 2005 einen Umsatz von 332 Mio. Euro erzielt, ein Minus von 23 Mio. Euro. Der Umsatz bei den Gesprächsminuten sei gestiegen, allerdings hätten andere Bereiche wie der Handy-Verkauf gelitten, erklärte One-Chef Jorgen Bang-Jensen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 35 auf 21 Mio. Euro. Schuld an dem schlechteren Ergebnis sei der äußerst harte Wettbewerb in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres.
One-Boss zufrieden
Trotz rückläufiger Zahlen gab sich Bang-Jensen trotzdem zufrieden. "Wir haben eine vernünftige Eigenkapitalstruktur und Bankverbindlichkeiten von 250 Millionen Euro. Das ist eine sehr komfortable Situation für den Wettbewerb am Markt", sagte er. Er verwies auf den gestiegenen Cash Flow von nunmehr 12,6 Prozent.
Aus für Geschenke-Wettbewerb
"In den vergangenen Jahren ist in er Mobilfunkbranche ein 'Geschenke-Wettbewerb' betrieben worden", so der One-Boss. Nun gelte es, nach der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile Austria zu einem "konstruktiven" Wettbewerb zu kommen. One habe in den sieben Jahren seit dem Bestehen die Investitionskosten nicht zurückverdient. Jährlich investiert One nach Eigenangaben zwischen 80 und 100 Mio. Euro, der überwiegende Anteil fließt in den Netzausbau. Während der Netzerrichtungsphase waren die Kosten erheblich höher, so Bang-Jensen.
Mehr Shops
Für die Zukunft setzt One auf den Ausbau der Services, unter anderem sollen 2006 zu den 44 vorhandenen Shops weitere fünf bis zehn dazukommen. Die Mitarbeiterzahl von derzeit 940 Mitarbeitern werde dadurch um 25 bis 45 Personen steigen. Weitere Auslagerungen oder ein Mitarbeiterabbau wie in der Vergangenheit sei nicht geplant, betonte Bang-Jensen.
Kundenzahl gestiegen
Der Umsatz pro Kunden sank von 34 auf 33 Euro. Dass der Kundenumsatz zurückgeht führt Bang-Jensen auch darauf zurück, dass viele Nutzer bereits ein Zweit-Handy hätten. 20 Prozent des Gesamtumsatzes werde mit den begehrten Geschäftskunden erzielt, am Gesamtmarkt halte man in diesem Segment einen Marktanteil von 15 Prozent. Insgesamt hat One 1,7 Mio. Kunden (2004: 1,55 Mio.), dazu zählen neben den One-Nutzern noch die Kunden des Billiganbieters Yesss!, einer 100-Prozent-Tochter von One, sowie der Kundenstamm des Telekom-Anbieters eTel, der im Mobilfunkbereich mit One kooperiert. Bis 2007 sollen es zwei Mio. Kunden sein. Schneller als One wächst derzeit Yesss!; genaue Zahlen wollte Bang-Jensen nicht nennen. (apa/red)
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